https://www.faz.net/-gzg-9sx5q

Besuch bei „E-Sport“-Training : „Da ist auch mal eine Schweißperle auf der Stirn“

  • -Aktualisiert am

Spiel oder nicht? Bei der TGS Niederrodenbach gehen die zwölf bis 33 Jahre alten Maus-Athleten jedenfalls konzentriert zur Sache. Bild: Lucas Bäuml

Bildschirme und Mäuse, Wettkämpfe in Computerspielen. In mehr als 200 Vereinen in Deutschland gehört das heute zum Angebot. Doch, ob es sich beim E-Sport tatsächlich um Sport handelt, bleibt umstrittenen. Besuch bei einem Training.

          5 Min.

          Finns Zeigefinger macht immer wieder dieselbe Bewegung. Auf und ab, mehrmals in der Sekunde klickt er auf die Computermaus. Die linke Hand flitzt über die Tastatur. Buchstaben werden gedrückt, rasend schnell. Finn rutscht auf seinem Stuhl hin und her. Seine Augen springen über den Bildschirm, seine Stirn rötet sich. Dann reckt er die Faust, dreht sich zur Seite, jubelt mit seinen Freunden. Sie haben das gegnerische Team besiegt. Ihre Strategie ist aufgegangen.

          Finn trainiert mit vier anderen Jungen das Spiel „Heroes of the Storm“ (Helden des Sturms), ein Online-Fantasy-Spiel. Mindestens einmal wöchentlich kommen die zwölf bis 33 Jahre alten Spieler dafür in die Turnhalle des TGS Niederrodenbach (Main-Kinzig-Kreis). „Meistens ist es lustig, vor allem wenn man gewinnt“, erzählt der zwölf Jahre alte Junge. „Mama und Papa sagen, solange ich auch noch einen anderen Sport mache, darf ich zum E-Sport-Training.“ Der andere Sport, das ist für Finn Handball. Seit er vier Jahre alt ist spielt er in einer Mannschaft des TGS Niederrodenbach.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Eine Polizeistreife am Strand von Sardinien im Mai

          Sardinien braucht Touristen : Bloß keine Amerikaner

          Sardinien ist auf den Tourismus angewiesen, doch aus Angst vor Corona bleiben viele Besucher weg. Die Branche wünscht sich eine überschaubare, zahlungskräftige Kundschaft. Aber offenbar nicht aus jedem Land.