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Wegen Drohmails : Land testet Hand-Scanner an Polizeirechnern

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Techniker: Innenminister Beuth will Hand-Scanner vor Abfragen aus Polizeirechnern, erprobt wird die Innovation in Rüsselsheim Bild: dpa

Bei der Polizei in Frankfurt und Wiesbaden sind persönliche Daten dreier Frauen abgerufen worden, die anschließend Drohmails mit rechtsextremem Inhalt erhielten. Deshalb erprobt das Land nun eine neue Technik.

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          Mit einer neuen Technik will die hessische Polizei unberechtigte Abfragen von Daten aus Polizeicomputern verhindern. Am Donnerstag wurde ein Modellprojekt mit Scannern vorgestellt, auf den die Beamten ihre Hand legen müssen, um vor Datenabfragen den Computerbildschirm zu entsperren.

          Ziel sei, dass stets eindeutig zu identifizieren sei, wer eine Abfrage vorgenommen habe, sagte der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU). Hundertprozentige Sicherheit könne es aber nicht geben.

          Rechtsextreme Drohschreiben-Serie

          Fünf Geräte seien zunächst testweise in Rüsselsheim im Einsatz. Ob und wann sie flächendeckend eingesetzt werden könnten, sei aber noch unklar. Hintergrund ist die rechtsextreme Drohschreiben-Serie mit der Signatur „NSU 2.0“.

          Bei der Polizei in Frankfurt und Wiesbaden waren persönliche Daten dreier Frauen abgerufen worden, die anschließend Drohmails mit rechtsextremem Inhalt erhielten. Darunter ist die Chefin der Linken im Landtag, Janine Wissler. Wer die Daten abgerufen hat, konnte bisher noch nicht geklärt werden.

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