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Hanau und Volkmarsen : „Man wird mit offeneren Augen herumlaufen“

Genauer Beobachter der menschlichen Psyche: Rolf van Dick Bild: Frank Röth

Der Frankfurter Sozialpsychologe Rolf van Dick warnt davor, das Risiko von Anschlägen zu überschätzen – und Menschen mit psychischen Erkrankungen nun zu stigmatisieren. Im Fall Hanau kämen vielmehr zwei Dinge zusammen.

          4 Min.

          Nach den Gewalttaten in Hanau und nun Volkmarsen fragen sich viele, ob man sich noch sicher bewegen könne im öffentlichen Raum. Was sagen Sie?

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Man sollte das Risiko von solchen Anschlägen nicht überschätzen. Wenn man überlegt, dass in den vergangenen Tagen in Hessen Tausende Karnevals- und auch andere Veranstaltungen stattgefunden haben, dann sind solche Anschläge, Attentate oder auch Vorfälle wie in Volkmarsen äußerst selten. Sie sind natürlich vor allem für jene Menschen sehr belastend, die Zeuge dieser Taten geworden sind. Oder die in den betroffenen Ortschaften wohnen und deshalb näher dran sind. Aber letztlich bleiben es sehr seltene Ereignisse, die im Übrigen auch nicht zugenommen haben.

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