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Urteil gegen Geschäftsmänner : Millionenbetrug mit Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung

  • Aktualisiert am

Urteil gegen Geschäftsmänner: Mehr als zehn Millionen Euro an Steuern und Sozialabgaben hinterzogen. Bild: dpa

Sie kauften mit Hilfe eines Firmengeflechts Immobilien, ließen sie durch Schwarzarbeit sanieren und betrogen den Fiskus in millionenfacher Höhe um Steuern und Sozialabgaben. Nun müssen fünf Geschäftsleute deswegen in Haft.

          Fünf Geschäftsleute müssen wegen millionenschwerer Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung für mehrere Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Frankfurt hat am Montag einen 41 Jahre alten Mann zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Die übrigen vier Angeklagten im Alter zwischen 36 und 51 Jahren erhielten Strafmaße von bis zu drei Jahren und neun Monaten.

          Nach Überzeugung des Gerichts hatten sie seit 2010 Steuern und Sozialabgaben in Höhe von insgesamt mehr als zehn Millionen Euro hinterzogen. Die Staatsanwaltschaft hatte den Geschäftsleuten vorgeworfen, mit Hilfe eines Firmengeflechts Immobilien im dreistelligen Millionenwert erworben zu haben. Diese seien weitgehend durch in Schwarzarbeit beschäftigte Arbeiter saniert worden.

          „Chaos in der Buchhaltung“

          In dem seit Mitte Januar vor der Wirtschaftsstrafkammer laufenden Prozess hatten die Angeklagten die Vorwürfe weitgehend eingeräumt. Nach Einschätzung des Gerichts hätten die im Immobiliengeschäft erfahrenen Geschäftsleute von ihren steuerlichen Pflichten wissen müssen. Bis zu ihrer Festnahme seien aber keine Bauabzugs- und Umsatzsteuern angemeldet worden.

          Ein mitangeklagter Frankfurter Arzt hatte vor Gericht auf das „Chaos in der Buchhaltung“ der verschiedenen Gesellschaften hingewiesen, die zu den hinterzogenen Steuern und Sozialabgaben geführt habe. Strafmildernd werteten die Richter, dass die Steuerschäden zwischenzeitlich mit dem Erlös aus dem Verkauf mehrerer Immobilien ausgeglichen wurden und auch die Versicherungsträger voraussichtlich das ihnen vorenthaltene Geld zurückbekommen werden. Angesichts der hohen Summen sei dennoch nicht an Bewährungsstrafen zu denken gewesen, hieß es in der Urteilsbegründung.

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