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Sanierung des Kurhauses : Unterstützung für Bad Homburg

Luftbildaufnahme: Das Kurhaus in Bad Homburg im Herzen der Stadt. Bild: Axel Häsler

Michael Guntersdorf, der bereits in Frankfurt den Wiederaufbau der Altstadt begleitet hatte, soll nun in Bad Homburg helfen. Denn dort steht die Sanierung des Kurhauses an.

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          Um Klarheit über die Zukunft des Kurhauses zu gewinnen, holen sich die Stadt Bad Homburg und die Kur- und Kongreß GmbH fachkundige Unterstützung. Der Architekt und Stadtplaner Michael Guntersdorf, der als Geschäftsführer der Dom-Römer GmbH den Aufbau der neuen Altstadt in Frankfurt begleitet hat, soll das Projektteam zum Bad Homburger Kurhaus verstärken. Seine Aufgabe ist es demnach, den Abschluss des Wettbewerbsverfahrens und die Konkretisierung des Sanierungsgutachtens zu verantworten. Guntersdorf soll das Kurhaus-Projektteam vom 1. November an verstärken. Ende Oktober endet sein Vertrag als Leiter der Stabsstelle „Zukunft der Städtischen Bühnen Frankfurt“, die seit drei Jahren mit der Suche nach einer Lösung für den Neubau von Schauspiel und Oper befasst ist.

          Bernhard Biener
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Hochtaunuskreis.

          „Mit ihm holen wir einen herausragenden Experten an Bord, der mit Projekten dieser Größenordnung bestens vertraut ist“, so Oberbürgermeister Alexander Hetjes (CDU). Neben der Expertise verfüge Guntersdorf über den erforderlichen Weitblick, der essentiell sei für das „Herzstück unserer Stadt“. Hetjes sieht den Architekten bei dem Projekt, das das Stadtbild über Generationen prägen werde, als Mittler zwischen Architektur, Stadtplanung, Politik und Bürgerschaft. Für Bad Homburg sei das Kurhaus das, was die neue Altstadt für Frankfurt sei, ergänzte Kurdirektor Holger Reuter. Guntersdorf habe als alleiniger Geschäftsführer der Dom-Römer GmbH die Entwicklung und Realisierung der Altstadt unter Berücksichtigung öffentlicher und politischer Interessen verantwortet. „Vergleichbares brauchen wir für das Kurhausprojekt.“

          Noch keine Entscheidung

          Für das aus den Achtzigerjahren stammende Kurhaus werden drei Varianten diskutiert: eine grundlegende Sanierung, deren Kosten aufwendig ermittelt werden, sowie Neubauten mit moderner oder historisierender Fassade. Die im Sommer nach einem Ideenwettbewerb vorgelegten Entwürfe von sieben Büros ergaben keinen eindeutigen Sieger. Sie sollen nun vor allem mit Blick auf die künftige Verkehrsführung, die Aufenthaltsqualität im Umfeld und die Stärkung der Innenstadt überarbeitet werden, heißt es von Stadt und Kur. Die Wettbewerbsergebnisse wolle man den Bürgern möglichst noch bis Ende des Jahres vorstellen.

          Später ist eine Trendumfrage zum Kurhaus geplant. Die Idee eines Bürgerentscheids scheitert daran, dass drei Möglichkeiten zur Auswahl stehen und wegen des Miteigentums von Taunussparkasse und Maritim-Hotel in die Rechte privater Dritter eingegriffen würde.

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