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Das Verbraucherthema : Günstiger telefonieren und surfen

Wechselboni für Neukunden

Auch Wechsler zur Telekom profitieren. Verivox etwa zahlt einen Bonus von 60 Euro, das Unternehmen selbst packt noch einmal ein Startguthaben von 120 Euro drauf, so dass der Tarif Call & Surf Comfort zwei Jahre lang nur 25,58 Euro statt 35 Euro kostet. Als Bestandskundin der Telekom profitierte Sabine M. nur dann von Boni und Startguthaben, wenn sie sich für einen besseren Tarif entscheiden würde, etwa Entertain Comfort mit Fernsehen, Festnetz und Internet. Dieser Tarif kostet regulär 50 Euro im Monat. Dank Startguthaben und Wechselbonus bei Verivox in Höhe von knapp 300 Euro reduziert sich der Monatsbeitrag bei zwei Jahren Laufzeit auf 31,41 Euro. Das ist günstiger als ihr bisheriger Tarif ohne Fernsehen (siehe auch Info-Kasten).

Ginge es auch ganz ohne Festnetz? Das geht mit entsprechenden Handy-Tarifen und Flatrates in mobile Netze und Festnetze. Solche Tarife gibt es schon ab 20 Euro. Sabine M. könnte bei der Telekom für 9,99 Euro im Monat einen separaten Internetanschluss ohne Zeit- und Volumenbeschränkung buchen - oder zu einem anderen Internetanbieter wechseln. Die Sorge, damit Ihre langjährige E-Mail-Adresse @t-online zu verlieren, muss sie nicht haben. Denn inzwischen hat auch die Telekom ein Freemail-Angebot für Surfer ohne Tarif.

Viele Handy-Verträge zu teuer

Verbraucherschützer Gundall kennt den Trick für Wechsler: Zunächst sollte sich der Kunde bei der Telekom eine zweite E-Mail-Adresse besorgen und über diese die bisherige bekannte E-Mail-Adresse im alten Vertrag kündigen, dies mit dem Verzicht auf die Option, dass die alte Adresse eine Zeitlang gesperrt bleibt. Unmittelbar darauf sichert sich der Kunde seine alte Adresse im Frei-Angebot, vorausgesetzt, in der Zwischenzeit hat sich niemand die Adresse geschnappt. Doch diese Gefahr hält Gundall für gering.

Nach den ersten Erfahrungen des neuen Angebots sind laut dem Berater vor allem viele Handy-Verträge überdimensioniert, das heißt, der Kunde zahlt für ein Datenvolumen, das er gar nicht ausschöpft. Für „Normaltelefonierer“ reichen laut Gundall Flat-Tarife für 50 Minuten telefonieren, 50 SMS und 100 MB Surfvolumen. So etwas bekommten Kunden schon für unter 10 Euro im Monat. Und für 5 Euro mehr gibt es jeweils das doppelte Volumen an Zeit und Daten. Wer noch weniger telefoniert, kommt mit einer Prepaid-Lösung ohne Grundgebühr vermutlich günstiger davon. In diesem Fall werden Minuten, SMS und Datenvolumen über ein Guthaben, das regelmäßig aufgeladen wird, abgerechnet.

Verbraucherzentralen beraten

Preise für Mobilfunktarife im Internet zu recherchieren ist komplizierter als beim Festnetz. Außerdem sind Tarife aufgrund der jeweils vordefinierten Profile kaum vergleichbar. Verbraucherschützer Gundall empfiehlt, die Ergebnisse der Tarifrechner zusätzlich mit den Tarifen auf den Internetseiten des Anbieters abzugleichen. Bei Stichproben hat die Verbraucherzentrale herausgefunden, dass die Anbieter selbst zum Teil erheblich günstigere Angebote hatten. Der Grund: Provisionen für die Betreiber der Portale können die Verträge verteuern. Sabine M. muss sich in diesem Fall keine Gedanken machen, weil sie ein Diensthandy hat, dass sie gegen ein kleines Entgelt auch privat nutzen darf.

Beratung: Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz bietet seit diesem Jahr eine Beratung zu Festnetz, Mobilfunk und Internet an mit dem Ziel, den Vertrag zu finden, der zum Anschluss, zum Medienverhalten und zur Haushaltssituation passt. Die Beratung kostet 10 Euro. Termine können unter der Nummer 0 61 31-2 84 80 vereinbart werden.

Tipps für Telefonkunden

Nicht immer muss ein Kunde seinen Tarif wechseln. Mitunter gibt es zum selben Preis einen schnelleren Anschluss mit besseren Download-Geschwindigkeiten. Einfach fragen. -Wer sich nicht sicher ist, wie viel er telefoniert und surft, sollte mit einem Tarif auf niedrigem Niveau einsteigen. Hochstufen kann er nachträglich immer noch. Herunterstufen ist dagegen komplizierter. -Der billigste Tarif ist nicht immer der beste. Wer Wert auf eine direkte Ansprache in einem Kundencenter legt, muss sich einen Anbieter danach aussuchen.

Das Unternehmen 1&1 etwa hat keine Geschäftsstellen, sondern ist nur über Telefon und Internet zu erreichen. -Wer clever ist, kündigt seinen Tarif grundsätzlich vor Ablauf, auch wenn er vorhat zu bleiben. Ein Unternehmen kümmert sich eher um einen Kunden, den es halten will, als um einen, den es sicher hat. -Kundencenter statt Kundenhotline.

Im einem Kundencenter etwa der Deutschen Telekom kommen Kunden schneller ans Ziel als am Telefon. Die Mitarbeiter wissen Bescheid, haben die Hardware im Laden und im Zweifel einen kurzen Draht zu den entscheidenden Stellen. Gegen Gebühr kann der Kunde etwa im Telekom-Shop im Frankfurter Einkaufszentrum My Zeil auch einen Installations- und Reparaturservice buchen.

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