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Trotz vieler Niederschläge : Grundwasser hat sich noch nicht von der Dürre erholt

  • Aktualisiert am

Schutz vor dem Nass: Eine Frau geht bei leichtem Regen über die Frankfurter Zeil. Bild: dpa

In den vergangenen Wochen hat es vielerorts in Hessen und andernorts oft und reichhaltig geregnet. Doch den Grundwasserspiegeln nutzt dieser Niederschlag nur eingeschränkt.

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          Der trockene Sommer dieses Jahres hat langfristige Folgen für das Grundwasser. Der Niederschlagsmangel habe zu „deutlich sinkenden Grundwasserständen“ geführt, berichtete das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) am Donnerstag in Wiesbaden. Im Herbst habe der Regen zwar etwas Linderung gebracht, aber „trotz dieser leichten Entspannung kann für das Grundwasser noch nicht von einer nachhaltigen Erholung gesprochen werden.“

          „Das für diese Jahreszeit übliche Grundwasserstandsniveau wird weiterhin an vielen Messstellen deutlich unterschritten“, lautet die Bilanz. In den vergangnen beiden Monaten sei die Bodenfeuchte aber gestiegen. Damit herrschen dem Amt zufolge immerhin günstige Randbedingungen, dass sich neues Grundwasser bildet. Ein nasses Winterhalbjahr „könnte das bestehende Defizit im Grundwasser zwar nicht vollständig ausgleichen, aber zumindest deutlich verringern.“

          Der Sommer 2022 war laut Deutschem Wetterdienst in Hessen der zweitwärmste und der trockenste seit Beobachtungsbeginn. „Das hat es auch früher vereinzelt gegeben, aber wir hatten nun in vier Jahren drei Dürre-Sommer in Hessen“, sagte HLNUG-Präsident Thomas Schmid. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass solche heißen und trockenen Phasen im Zuge des Klimawandels häufiger werden.“

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