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Razzia : Fünf Mafia-Verdächtige in Nordhessen festgenommen

  • Aktualisiert am

Die Jagd geht immer weiter: Italienische Polizisten im September vor dem Foto von ’Ndrangheta-Boss Rocco Morabito Bild: HANDOUT/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Bei einer bundesweiten Razzia gegen die italienische Mafiaorganisation ’Ndrangheta sind elf Personen in Deutschland festgenommen worden – allein fünf Verdächtige in Nordhessen.

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          Bei einer bundesweiten Razzia gegen die italienische Mafiaorganisation ’Ndrangheta sind auch Verdächtige in Nordhessen festgenommen worden. Es handele sich um fünf Personen im Schwalm-Eder-Kreis im Alter zwischen 38 und 61 Jahren, sagte ein Sprecher der Kasseler Polizei. An der Polizeiaktion am frühen Morgen seien auch nordhessische Einsatzkräfte beteiligt gewesen. Nähere Angaben dazu machte die Polizei nicht.

          In mehreren deutschen Bundesländern hatte die Polizei laut Bundeskriminalamt insgesamt elf mutmaßliche Mafia-Mitglieder festgenommen. Die Verdächtigen seien in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen sowie Nordrhein-Westfalen gefasst worden.

          Die Aktion in Deutschland steht nach Angaben der Ermittler in Zusammenhang mit einer Razzia gegen den ’Ndrangheta-Clan Farao-Marincola in Italien, bei der dort ebenfalls am Dienstag 160 mutmaßliche Mafia-Mitglieder festgenommen worden seien.

          Hintergrund waren Ermittlungen der Anti-Mafia-Einheit der kalabrischen Hauptstadt Catanzaro. Die Männer stehen im Verdacht, als Mitglieder einer kriminellen Vereinigung schwere Straftaten wie Erpressung und Geldwäsche begangen zu haben.

          Die Polizei wirft den festgenommenen Mitgliedern der Familien Farao und Marincola außerdem vor, mit ihren kriminellen Machenschaften Geschäfte sowohl in Italien als auch Deutschland unterwandert zu haben. Besonders betroffen seien Firmen aus der Wein- und Nahrungsmittelbranche, der Abfallentsorgung sowie Beerdigungsunternehmen.

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