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Initiative für Verkehrswende : „Sie reißen uns die Zettel aus den Händen“

  • -Aktualisiert am

Auf der Suche nach Mitstreitern für ein Volksbegehren zur Verkehrswende: Unterschriftenaktion des ADFC am Frankfurter Mainufer Bild: Michael Braunschädel

Die Initiative für ein Volksbegehren zur Verkehrswende sucht in Hessen Unterstützung. Und findet sie, auch bei Forschern. Sieht es auf den Straßen bald anders aus?

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          Unter den Radlern, die sich an diesem Herbstnachmittag kurz vor der Dämmerung am Frankfurter Mainkai treffen, sind auch viele Kinder. Mit der ersten „Kidical Bike Night“ will der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) ein Zeichen für sichere Schulwege setzen. Bevor die Fahrraddemo beginnt, gibt es für alle noch einen Motivationsschub. Leute in blauen T-Shirts mit dem Logo „Verkehrswende Hessen“ sammeln von Demonstranten und Schaulustigen Unterschriften für ein Volksbegehren, das landesweit die Mobilität grundlegend verändern soll.

          „Die Leute reißen uns die Zettel aus den Händen“, sagt ADFC-Aktivist Sebastian Kotek, der in den vergangenen Wochen gut 40 Mal als freiwilliger Helfer unterwegs war. Seit Anfang September trägt der Club mit einem Dutzend anderer Umweltverbände Unterschriften für einen geplanten Volksentscheid zusammen, der erst nach einem langwierigen dreistufigen Verfahren zum Erfolg führen könnte. In einem ersten Schritt müssen die Initiatoren für das Begehren rund 44.000 Menschen – ein Prozent der Wahlberechtigten – finden, die den Gesetzentwurf unterstützen.

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