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Viele Neuerungen für Hessen : Große Fahrplanänderungen für Bus und Bahn

  • Aktualisiert am

Fahrplanänderung in Hessen: Für Pendler gibt es zahlreiche Neuerungen. Bild: Wolfgang Eilmes

Ab dem 9. Dezember gelten in Hessen neue Fahrpläne für Bus und Bahn. Der Stichtag bringt aber auch zahlreiche weitere Neuerungen.

          Ab dem 9. Dezember ändern sich in Hessen die Fahrpläne von Bussen und Bahnen. Dieser Stichtag bringt auch immer viele Neuerungen mit sich. Die wichtigsten Veränderungen im Überblick: Engere Taktung bei S-Bahnen. Die Tageszeiten, in denen die S-Bahnen im 15-Minuten-Takt fahren, werden ausgeweitet. „Durch die Taktverstärkung können die Linien jede Stunde rund 1.500 Fahrgäste pro Richtung mehr ans Ziel bringen“, kündigt der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) an. Außerdem wird der S-Bahn-Fuhrpark bis Dezember 2020 schrittweise um 14 zusätzliche Fahrzeuge erweitert.

          Es soll zudem mehr Sitzplätze in Regionalzügen geben. Die Hessische Landesbahn übernimmt drei Regionalbahn-Strecken im Ballungsraum. Sie setzt auf den Linien RB75 und RB58 neue Züge ein, die laut RMV in der Hauptverkehrszeit bis zu 400 Sitzplätze mehr anbieten können. Das betrifft Fahrgäste zwischen Wiesbaden, Mainz, Darmstadt, Hanau und Aschaffenburg, sowie die Nutzer des Regionalexpress 59 vom Flughafen über Hanau nach Aschaffenburg.

          Bessere Anbindung an Frankfurt

          Eine neue Direktverbindung zwischen Mainz und Frankfurt bieten die Linien RE4 und RE14. Die Fahrt dauert eine halbe Stunde. Bisher fuhren die Züge aus Worms nur bis zum Mainzer Hauptbahnhof - nun fahren sie weiter bis zum Frankfurter Hauptbahnhof. Zwischenhalte der stündlichen Verbindungen gibt es in Hochheim und Höchst. Eltville besser angebunden. Mit der neuen Linie RE9 kommt man schneller von Eltville nach Frankfurt. Die zusätzlichen Expressfahrten in den Morgenstunden halten nicht am Wiesbadener Hauptbahnhof, so sparen sie Zeit. „In der Gegenrichtung ist morgens und nachmittags jeweils eine Fahrt geplant“, kündigt der RMV an. Die Expressbusse sind aus Sicht des RMV „ein sehr erfolgreiches Konzept“. Die bisherigen Linien fahren rund um Frankfurt - nun wird es weitere Expressbuslinien im ländlichen Raum geben: Zum Beispiel von Gladenbach nach Biedenkopf (X40), zwischen Alsfeld und Treysa (X39) und von Schlangenbad nach Walluf (X79).

          Im schadstoffbelasteten Frankfurt fahren fünf neue Elektrobusse. Sie sind auf der Linie 75 zwischen Bockenheimer Warte und dem Uni-Campus Westend unterwegs. Mit einem knallbunten Design machen die „Stromer“ auf sich aufmerksam. „Wir können stolz darauf sein, dass Frankfurt die erste hessische Stadt ist, die eine ganze Buslinie auf elektrischen Betrieb umstellt“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), als er die Busse der Öffentlichkeit vorstelle.

          „Ab Dezember können Frankfurt und die Rhein-Main-Region einen der attraktivsten Nachtverkehre in Deutschland bieten“, sagt die Frankfurter Verkehrsgesellschaft TraffiQ. Mit dem Fahrplanwechsel wird der Nachtverkehr am Wochenende neu strukturiert: Vier U-Bahn-Linien (U4,5,7,8) und vier Straßenbahnlinien (11,12,16,18) fahren alle halbe Stunde. Weiter geht's mit Bussen von den Stationen in die Stadtteile; die Linien orientieren sich an den Tagesrouten.

          Für die Reisenden soll es komfortabler werden

          Die Deutsche Bahn setzt auf der Linie 26 von Hamburg/Stralsund über Kassel, Frankfurt bis nach Karlsruhe ICEs statt der bisherigen IC-Züge ein. Damit hält der Intercity-Express unter anderem an den mittelhessischen Bahnhöfen von Marburg, Gießen sowie Friedberg.

          An der Fahrtzeit ändert sich so gut wie nichts, für die Reisenden soll es vor allem komfortabler werden - die ICEs ersetzen nach Angaben der Bahn teils über 40 Jahre alte Intercity-Züge. Die Tickets werden damit allerdings teurer, da nun die ICE-Preise gelten. Fahrkarten des Nahverkehrs sowie der Verkehrsverbünde besitzen in den ICEs keine Gültigkeit.

          In Nordhessen hat der Verkehrsverbund NVV vor allem Verbesserungen für den ländlichen Raum angekündigt. Busse und Züge sollen dort öfter fahren. Unter anderem seien einige Buslinien in höherem Takt unterwegs. Beispielsweise wird aus der 396 zwischen Schwalmstadt und Alsfeld im Schwalm-Eder-Kreis die neue - stündliche - Linie X39. Auf anderen Strecken werde das Angebot am Wochenende von Anruf-Sammel-Taxis auf Busse umgestellt, beispielsweise die Buslinie 400 von Hessisch Lichtenau (Werra-Meißner-Kreis) nach Fritzlar (Schwalm-Eder-Kreis).

          Schneller von Kassel nach Düsseldorf Bahnfahrer können am Wochenende das erste Mal regulär mit Zügen des Rhein-Ruhr-Expresses (RRX) fahren. Von Sonntag an rollen auf der Linie RE 11 zwischen Düsseldorf und Kassel 15 neue Züge - der erste verlässt morgens um 6.10 Uhr den Bahnhof Dortmund.

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