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Grippewelle in Deutschland : Zahl der Grippefälle steigt auch in Hessen

  • -Aktualisiert am

Stichpunkt: Eine Grippe-Impfung tut kaum weh. Bild: dpa

Die Grippe hat nun auch Hessen und das Rhein-Main-Gebiet erreicht. Das Robert-Koch-Institut registrierte 194 neue Infektionen in der vergangenen Woche. Impfungen sind jetzt nur noch begrenzt sinnvoll.

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          Die Grippe hat Hessen und das Rhein-Main-Gebiet erreicht. Allein in der vergangenen Woche registrierte das Robert-Koch-Institut 194 neue Infektionen mit dem Influenza-Virus in Hessen, 15 mehr als in der Woche zuvor. In der vierten Januarwoche waren noch 135 Erkrankungen gemeldet worden. „Die Influenza-Aktivität in Deutschland ist weiterhin stark erhöht“, heißt es in dem Bericht, der gestern veröffentlicht wurde.

          „Die Grippewelle ist ganz klar da“, sagte auch Antoni Walczok, Leiter des Sachgebiets Infektiologie im Frankfurter Gesundheitsamt. In der Stadt seien seit Jahresbeginn 80 Grippe-Erkrankungen registriert worden. Die eigentliche Zahl dürfte laut Walczok aber deutlich höher liegen, da das Gesundheitsamt nur die Erkrankungen erfasse, die ein Arzt mittels eines Influenza-Tests diagnostiziert habe. „Die offiziellen Zahlen sind nur die Spitze des Eisbergs.“

          Schneller und heftiger Verlauf

          Noch sei es zu früh, um zu erkennen, ob der Höhepunkt der Influenza-Welle schon erreicht sei oder noch bevorstehe. Im Vergleich zum vergangenen Jahr sei die Zahl der Infektionen dieses Jahr hoch. 2012 habe das Amt insgesamt nur 23 Grippefälle registriert, was auch mit dem außergewöhnlich milden Winter zu erklären sei.

          Typisch für die echte Grippe ist laut Walczok ein schneller und heftiger Verlauf. Die Patienten bekommen hohes Fieber, leiden unter starkem Husten sowie unter Kopf- und Gliederschmerzen. Charakteristisch sei ein starkes, plötzliches Krankheitsgefühl, erklärte Walczok. Die Genesung könne bis zu zwei Wochen dauern. Im Gegensatz zur Grippe, die durch Influenza-Viren ausgelöst werde, beginne ein grippaler Infekt schleichend. Patienten hätten nur geringes Fieber und fühlten sich auch nicht ganz so matt wie bei einer Grippe.

          „Schonen, schonen, schonen“

          Schutz gegen die Grippe kann eine Impfung bieten. Sie empfiehlt sich laut Walczok für Risiko-Patienten. Hierzu gehören Menschen, die älter als 60 Jahre sind, chronisch Kranke, Diabetiker, Schwangere und medizinisches Personal wie Krankenschwestern oder Ärzte. Eine Impfung für Risiko-Patienten sei jetzt nur noch dann sinnvoll, wenn sich das Virus in der betreffenden Region noch nicht ausgebreitet habe, sagte eine Sprecherin des Robert-Koch-Instituts. Normalerweise werde die Impfung für die Monate November und Dezember empfohlen.

          Laut Walczok sterben bundesweit schätzungsweise 4000 Menschen im Jahr an Influenza. Sie wird durch Tröpfchen übertragen, also durch Niesen, Husten oder Sprechen. Regelmäßiges und gründliches Waschen der Hände beuge einer Infektion vor, sagte Walczok. Räume sollten häufig gelüftet werden, um die Virenkonzentration zu senken. Patienten, die an Grippe erkrankt seien, helfe vor allem eines: „Schonen, schonen, schonen.“ Sie sollten viel trinken und sich im Bett auskurieren. Verschlimmere sich der Zustand und leide der Patient zum Beispiel unter Kurzatmigkeit, sei ein Arztbesuch notwendig.

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