https://www.faz.net/-gzg-8x9cm

Gesundheitsschädliches Gas : Greenpeace misst zu hohe Stickoxidwerte vor Schulen

  • Aktualisiert am

Alte Dieselfahrzeuge stoßen große Mengen an Stickoxide aus Bild: dpa

Vor zahlreichen Frankfurter Schulen ist zu viel Stickoxid in der Luft. Gleiches gilt für Darmstadt und Gießen. Dies ergibt sich aus Messungen von Greenpeace.

          Die Luft vor vielen Schulen in Frankfurt und anderen deutschen Städten ist nach Messungen von Greenpeace zu stark mit gesundheitsschädlichem Stickstoffdioxid (NO2) belastet. Frankfurt habe nach Düsseldorf im Schnitt die zweitschlechtesten NO2-Werte von sechs erfassten Großstädten, sagte Greenpeace-Verkehrsexperte Daniel Moser am Mittwoch. Bei 19 von 20 erfassten Frankfurter Schulen wurde der Grenzwert von 40 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft überschritten. Den höchsten Wert hatte die Weißfrauenschule an der Gutleutstraße im Bahnhofsviertel (71,2 Mikrogramm).

          Denkbar seien zu hohe NO2-Werte auch in Gießen oder Darmstadt, sagte Moser. „Sie hängen stärker vom Verkehrsaufkommen auf der jeweiligen Straße als von der Stadtgröße ab.“ Auch Eltern trügen dazu bei, wenn sie ihre Kinder zu Schule bringen. NO2 kann unter anderem die Atemwege und das Herz-Kreislauf-System belasten, Kinder gelten als besonders gefährdet. Bürgermeister sollten regelmäßige Messungen an Schulen anordnen und bei zu hohen Werten Kinderschutzzonen durchsetzen - notfalls mit Fahrverboten, sagte Moser.

          Greenpeace zufolge waren die Werte an 72 Prozent der 143 Messstellen zu hoch - teilweise doppelt so hoch wie der EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter, der für das Jahresmittel gilt. Greenpeace selbst hatte den Mittelwert von zwei Messwochen im September genommen. Laut Umweltbundesamt wurde 2016 an mehr als jeder zweiten Messstation an stark befahrenen Straßen in Deutschland der Stickstoffdioxid-Grenzwert überschritten.

          Weitere Themen

          EKG für unterwegs Video-Seite öffnen

          Infarkt oder nicht? : EKG für unterwegs

          Eine App fürs Handy und ein Kabel mit Elektroden - Cardiosecur hat ein mobiles EKG entwickelt. Gründer und Geschäftsführer Markus Riemenschneider erklärt im Video, wie das Ganze funktioniert.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.