https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/gotthard-tunnel-mittelrheintal-fuerchtet-mehr-bahnlaerm-14264028.html

Folge des Gotthard-Tunnels : Mittelrheintal fürchtet mehr Bahnverkehr

  • Aktualisiert am

Besonders laut sollen Güterzüge sein: Ein Zug fährt durch Rüdesheim am Rhein Bild: dpa

Die Eröffnung des Gotthards-Tunnel lässt Bahnlärm-Gegner fürchten, dass zahlreiche weitere Züge durch das Mittelrheintal rollen werden. Und für Lärm wie durch einen Presslufthammer sorgen.

          1 Min.

          Die Eröffnung des Gotthard-Tunnels in der Schweiz bringt nach Ansicht von Bahnlärm-Gegnern täglich bis zu 100 Güterzüge mehr ins Mittelrheintal. Außerdem würden die Züge länger, da sie in den Alpen nicht mehr so starke Steigungen überwinden müssten. „Das bedeutet mehr Erschütterungen und mehr Lärm“, sagte Willi Pusch, Vorsitzender der „Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn“, am Mittwoch in Kamp-Bornhofen.

          Täglich fahren nach Bahn-Angaben rund 400 Züge durch das Mittelrheintal, darunter etwa 250 Güterzüge. Die Bürgerinitiative spricht von 600 Zügen am Tag. Dabei erreichten die Güterzüge eine Lautstärke wie ein Presslufthammer, sagte Pusch weiter. Wenn Ende November bis Anfang Dezember die ersten Züge durch den Gotthard-Tunnel rollten, erwarte er Züge im Drei-Minuten-Takt. „Da ist Leben hier nicht mehr möglich“, sagte er.

          Die Bürgerinitiative fordert eine alternative Strecke für den Güterverkehr. Außerdem müssten Schalldämpfer an den Schienen, Lärmschutzwände und Unterschottermatten schneller installiert werden. 80 Millionen soll das kosten. Die Bahn rüstet derzeit ihre Güterzüge auch mit leiseren Bremsen nach.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Stetige Gefahr: Bewohner auf der anderen Seite des Dnipro berichten von wiederholtem Beschuss vom Gelände des Atomkraftwerks Saporischschja.

          Atomkraftwerk Saporischschja : Die Angst vor einem neuen Fukushima

          Im von den Russen besetzten Atomkraftwerk Saporischschja gibt es von Tag zu Tag weniger Fachleute. Die geflüchteten Ingenieure machen sich Sorgen, was passiert, wenn der Strom einmal länger ausfällt.
          In Accra ruft ein Wandbild zu Hygienemaßnahmen und Corona-Impfungen auf.

          Lehren aus Corona : Die nächste Pandemie ist nur eine Frage der Zeit

          Der Austausch von Technologie und die Förderung von Innovationen ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit. Es ist auch das beste Mittel für den Kampf gegen Pandemien. Ein Gastbeitrag.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.