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Frankfurter Zoo : Gorilla-Baby Tandu an Durchfall gestorben

  • Aktualisiert am

Vergangenheit: Gorilla-Weibchen Shira und ihr mittlerweile verstorbenes Baby Tandu in einer Aufnahme vom Oktober 2013 Bild: dpa

Das Gorilla-Baby Tandu ist im Frankfurter Zoo einem aggressiven Darmvirus zum Opfer gefallen. Tandu wurde nur sechs Monate alt. Die Mutter trug das tote Kind mehrere Tage am Körper, bevor sie es ablegte.

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          Im Frankfurter Zoo ist ein Gorilla-Baby gestorben. Ursache war starker Durchfall, ausgelöst durch ein aggressives Darmbakterium, wie Zoodirektor Manfred Niekisch sagte. Tandu war sechs Monate alt, als er am Sonntag vor einer Woche starb. Bis Mittwoch trug Mutter Shira ihr totes Erstgeborenes am Körper. Erst dann legte sie es ab, so dass der Leichnam untersucht werden konnte.

          Erst am Montag stand das Obduktionsergebnis fest: Shigellen - ein Erreger, der laut Niekisch bisher im Frankfurter Zoo noch nie auftrat. Wie er zu den Tieren gelangte, etwa über das Essen, ist unklar: „Zum Übertragungsweg haben wir keine Erkenntnisse.“ Die großen Tiere hätten das Bakterium wohl verarbeiten können, den Kleinen habe der Durchfall hingegen zu stark geschwächt.

          Im Zoo leben derzeit vier Gorilla-Weibchen, ein Männchen und zwei weitere Jungtiere. Sie bekommen jetzt passgenaue Antibiotika und Laub statt Obst zu fressen. Man habe bewusst die Öffentlichkeit nicht informiert, sagte der Zoo-Direktor, „wir wollten erst wissen, woran das Tier gestorben ist“. Besucher, denen auffiel, dass die Mutter ein totes Jungtier mit sich herum trug, habe man aber informiert.

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