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Überfüllte Politikseminare : Klaustrophobie im Kernwaffen-Kurs

  • -Aktualisiert am

Hoch frequentiert: das Seminarhaus der Goethe-Universität Bild: Wonge Bergmann

Zu Semesterbeginn drängen sich viele Politikstudenten der Goethe-Uni in überfüllte Seminaren. Oft gibt es weit mehr Bewerbungen als Plätze. Jetzt wird über das Anmeldeverfahren nachgedacht.

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          Nilab Taufiq hatte sich dieses Mal extra den Wecker gestellt, damit sie sich rechtzeitig für das Seminar „Grundlagen der Entwicklungstheorie“ anmelden konnte. Die 26 Jahre alte Studentin ist in der Entwicklungshilfe tätig und will sich auf dieses Gebiet spezialisieren. Das frühe Aufstehen nutzte ihr allerdings nichts: Sie wurde wieder abgelehnt. „Ich habe mich dann einfach reingesetzt“, sagt sie. „Ich werde an dem Seminar teilnehmen, davon kann mich niemand abhalten.“ Dass sie dafür keine Leistungspunkte bekommt, ist ihr egal. „Ich weigere mich, da rauszugehen.“

          Dass im Fach Politikwissenschaft an der Goethe-Universität auf 40 Seminarplätze mehr als 300 Bewerbungen kommen, ist nicht ungewöhnlich – und der Ärger der Studenten darüber wächst. Gemeinsam mit knapp 30 Kommilitonen hat Taufiq eine Unterschriftenaktion begonnen. „Unser Protest richtet sich gegen überfüllte Lehrveranstaltungen und ein Anmeldeverfahren, welches es Studierenden unmöglich macht, die gewünschten Kurse zu besuchen und das Studium in Regelstudienzeit zu beenden.“

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