https://www.faz.net/-gzg-12x7n

Goethe-Gymnasium, Frankfurt : „Heute ist es mein Traumberuf“

  • Aktualisiert am

Der Staatsminister für Bundesangelegenheiten Michael Boddenberg besuchte die Schüler der Klasse 7c im Goethe-Gymnasium und berichtete ihnen über das Berufsleben eines Politikers.

          Der Staatsminister für Bundesangelegenheiten Michael Boddenberg besuchte die Schüler der Klasse 7c im Goethe-Gymnasium und berichtete ihnen über das Berufsleben eines Politikers.

          Herr Boddenberg, warum sind Sie Politiker geworden?

          Letztlich war das reiner Zufall! Ob man Politiker sein will oder nicht und ob man Politiker wird oder nicht, hängt nicht immer davon ab, was man gelernt hat. Ich wuchs in einem Dorf in Nordrhein-Westfalen auf, habe eine Lehre gemacht und später angefangen zu studieren. Alles lief gut, doch dann musste ich das Studium abbrechen, weil ich in der Fleischereifirma meines Vaters arbeiten musste, der sehr krank geworden war. Ich wurde Fleischermeister und hatte an meiner Arbeit viel Spaß. Neben meinem Beruf interessierte ich mich immer schon für Politik und engagierte mich auch für den Tierschutz. So wurde Petra Roth, die Frankfurter Oberbürgermeisterin, auf mich aufmerksam und fragte mich, ob ich sie in diesem Bereich unterstützen wolle. Ich sagte ja, und auf diese Weise bin ich seit 1993 in der Politik tätig.

          Ist Politiker Ihr Traumberuf ?

          Anfangs habe ich nie daran gedacht, Politiker zu werden. Es war deshalb auch nicht mein Traumberuf. Dann haben sich aber mein Leben und meine Arbeit mit dem Beruf Politiker verändert. Ich lernte neue Personen kennen und entwickelte neue Ideen. Heute ist es mein Traumberuf.

          Haben Sie als Politiker berühmte Menschen kennengelernt?

          Kommt darauf an, wen man mit berühmt meint. Natürlich kenne ich Angela Merkel und Roland Koch persönlich, weil wir zusammen arbeiten. Hin und wieder lerne ich auch ausländische Staatsgäste kennen - erst neulich die Staatspräsidenten von Südkorea und Polen. Und so treffe ich immer wieder "berühmte" Leute. Persönlich kennenlernen würde ich gerne den Papst.

          Bekommen Sie ein Eis umsonst?

          Nein, natürlich nicht. Wenn ich zum Beispiel zum Bäcker ginge und zwei Brötchen umsonst verlangte, würde ich sie natürlich nicht bekommen. Aber ich darf umsonst mit der Bahn fahren und mit dem Flugzeug fliegen.

          Mussten Sie etwas opfern, um auf eine so hohe Position zu kommen?

          Ich opfere vielleicht etwas Freizeit, dafür habe ich spannende Aufgaben, die ich über die Woche lösen kann. Am Wochenende unternehme ich, so oft es geht, etwas mit meiner Familie.

          Waren Sie in Ihrer Jugend ein Unruhestifter oder ein braver Junge?

          Ich war eigentlich immer brav, habe in einer Band gespielt und hatte dadurch gar keine Zeit, auf dumme Gedanken zu kommen. Mit 18 Jahren habe ich zum ersten Mal zu viel getrunken, aber das war eher eine unangenehme Erfahrung für mich. Das Rauchen habe ich mit 17 begonnen und leider noch nicht aufgegeben.

          Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung?

          Da ich wenig Zeit für die Familie habe, nutze ich diese Zeit aus. Außerdem mag ich es, Musik zu machen. Noch heute reise ich einmal im Jahr für eine Woche mit Freunden nach Irland und musiziere dort in den Pubs.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der britische Premierminister Boris Johnson vergleicht sich selbst mit dem „unglaublichen Hulk“, der sich aus seinen Fesseln befreit.

          Brexit um jeden Preis : Der wütende Hulk

          Großbritannien werde sich aus seinen „Fesseln“ befreien wie die ultra-starke Comicfigur, wenn es bis 31. Oktober keinen Brexit-Deal gebe, erklärt Johnson. Auch gegen die Anordnung des Parlaments. Vor neuen Gesprächen mit der EU zeigt er sich dennoch „sehr zuversichtlich.“
          Mein Freund, der Baum: Markus Söder im Hofgarten hinter der Staatskanzlei

          Klimaretter Söder : „Wir haben den Umweltschutz erfunden“

          CSU-Chef Söder zweifelt die Kompetenz der Grünen bei Klima- und Naturschutz an. Die wahre Umweltpartei sei die CSU mit ihrem Urmotiv, die Schöpfung zu bewahren. Für das Klimapaket der Großen Koalition stellt er allerdings umstrittene Bedingungen.
          Zukunftstechnologie Flugtaxi: Am Stau am Boden ändern sie nichts

          Mythos Innovation : Bloß nichts Neues!

          Bemooste Innenstädte und fliegende Umweltsünder: Statt im Kampf gegen die Klimakatastrophe nach konkreten Lösungen zu suchen, schiebt die Politik Scheininnovationen vor. Warum nutzen wir nicht verfügbare Technologien? Ein Gastbeitrag.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.