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Hilfe bei Zöliakie : Ein Mittel gegen Gluten-Unverträglichkeit

Womöglich nicht mehr dringend nötig: An Zöliakie leidende müssen bislang zwingend zum glutenfreien Brot greifen. Bild: dpa

Etwa jede hundertste Person hierzulande leidet unter Gluten-Unverträglichkeit. Arzneien dagegen fehlen bisher. Nun gibt es aber gute Nachrichten zu einem Wirkstoff einer Biotech-Firma aus Darmstadt.

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          Zum Italiener um die Ecke gehen und Bruschetta, Pasta oder eine Pizza genießen: Für Menschen mit Zöliakie kommt das nicht in Frage. Irgendein Brot vom Bäcker oder Brötchen aus dem Supermarkt können sie auch nicht essen. Von Kuchen ganz zu schweigen. Denn all diese Lebensmittel enthalten Gluten. Dieses aus Getreide stammende Kleber-Eiweiß führt bei Betroffenen zu einer Entzündung des Dünndarms, zu Erbrechen und ständigen Durchfällen. Nach Angaben der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft verträgt etwa jeder Hundertste hierzulande Gluten nicht – vor gut fünf Jahren war es noch jede 500. Person. Mit Arzneien ist Zöliakie bisher nicht behandelbar. Nun aber kommt eine gute Nachricht für Betroffene: Ein Wirkstoff der Biotech-Firma Zedira aus Darmstadt hat sich in einer klinischen Studie mit Zöliakie-Betroffenen als wirksam sowie sicher und verträglich erwiesen.

          Thorsten Winter
          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Unter Führung des Zedira-Partners Dr. Falk Pharma ist das ZED1227 genannte Mittel in sieben europäischen Ländern an Patienten getestet worden, unter anderem in Deutschland und Norwegen. Die Ergebnisse sind soeben im New England Journal of Medicine veröffentlicht worden. An der sogenannten Phase-2a-Studie haben nach Angaben von Falk Pharma und Zedira 160 Menschen teilgenommen. Sie wurden demnach in vier Gruppen zu jeweils 40 Personen eingeteilt. Das Studiendesign wurde von Dr. Falk Pharma in Zusammenarbeit mit den international renommierten Zöliakie-Experten Detlef Schuppan, Markku Mäki (Finnland) und  Knut Lundin (Norwegen) entwickelt.

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