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Verseuchte Gebiete : Giftige Chemikalien im hessischen Grundwasser

  • -Aktualisiert am

Heikles Terrain: Die Prälat-Diehl-Schule steht an der Stelle, an der das Grundwasser stark belastet ist. Bild: Cornelia Sick

Seit Jahrzehnten sind Teile des Untergrunds im hessischen Groß-Gerau mit leichtflüchtigen halogenierten Kohlenwasserstoffen belastet. Doch die Stadt weiß nichts von einer Gefährdung.

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          Nahe dem neuen Oberstufengymnasium Prälat-Diehl-Schule in Groß-Gerau sind giftige Chemikalien im Grundwasser entdeckt worden. Die Stoffe sind offenbar Reste einer großflächigen Kontamination, von der viele Bürger in der Stadt nichts wissen. Die Verseuchung hatte ihren Höhepunkt vor mehr als 30 Jahren und wurde zwischen 2008 und 2013 eingedämmt. Ein neues Gutachten, das der Redaktion vorliegt, weist nun nach, dass sich Lösungsmittel im Grundwasser befinden: Die Werte für sogenannte leichtflüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe (LHKW) sind erhöht.

          Das Gutachten ist in privatem Auftrag erstellt worden. Ein Anlieger des Gymnasiums hatte wissen wollen, ob er das Grundwasser unter seinem Grundstück zum Befüllen eines Kinderplanschbeckens nutzen kann. Deshalb ließ er eine Probe von einem Analytik-, Prüf- und Beratungsunternehmen in Weiterstadt untersuchen. Nachgewiesen wurden ebenjene Lösungsmittel Zwar seien die Werte heute, sechs Jahre nach dem Ende der Boden- und Wassersanierung, nicht dramatisch hoch. Trotzdem sollten Kinder und Schwangere nicht mit dem Wasser in Berührung kommen, riet der zuständige Chemiker.

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