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600 Gegendemonstranten : Nur wenige Teilnehmer bei Anti-Islam-Demo

  • Aktualisiert am

„Für ein buntes und weltoffenes Gießen“: Dietlind Grabe-Bolz (SPD), Rathauschefin von Gießen Bild: Franz Möller/Archiv

Der Aufruf zu einer islamkritischen Demonstration in Gießen hat ganze 25 Teilnehmer auf die Beine gebracht. Sie sahen sich bis zu 600 Gegendemonstranten gegenüber - darunter die Rathauschefin.

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          In Gießen haben sich am Sonntag nur rund 25 Menschen an einer Demonstration „gegen den radikalen Islam, gegen den Terror des IS (Islamischen Staates)“ beteiligt. Wie eine Polizeisprecherin vor Ort sagte, hatten sich die Islamismuskritiker am Mittag vor dem Gießener Hauptbahnhof versammelt.

          Dort sahen sie sich bis zu 600 Gegendemonstranten gegenüber, die sich bereits am Vormittag auf einem nahe gelegenen Parkplatz versammelt hatten. Unter anderem habe auch die Oberbürgermeisterin der Universitätsstadt, Dietlind Grabe-Bolz (SPD), bei der „Kundgebung für ein buntes und weltoffenes Gießen“ gesprochen.

          „Spaziergang“ in Frankfurt geplant

          Die Polizei war mit „mehreren Einsatzeinheiten“ am Hauptbahnhof. Genauere Angaben machte die Sprecherin nicht. Beide Veranstaltungen seien zunächst friedlich verlaufen. Ursprünglich hatten sich die Einsatzkräfte auf rund 300 Anti-Islam-Demonstranten eingestellt.

          In Frankfurt hat die islamkritische Bewegung Pegida Frankfurt/Rhein-Main für den Montagabend erstmals einen „Spaziergang“ in der Innenstadt angemeldet. Rund 300 bis 500 Teilnehmer werden dazu erwartet. Bei einer Kundgebung unter dem Titel „Freiheit, Gleichheit, Geschwisterlichkeit“ rechnet die Polizei zeitgleich mit bis zu 10.000 Teilnehmern.

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