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Gewalt-Prävention für Schüler : Mit Löwe und Schaf gegen Stress

  • -Aktualisiert am

Tierisch: Die Figuren gehören zu Hannes Marbs Arbeitsmaterialien. Bild: Marcus Kaufhold

Lehrer Hannes Marb kümmert sich um schwierige Schüler. Weichspülpädagogik ist nicht sein Ding. Für seine Arbeit hat er den Präventionspreis der Stadt Darmstadt bekommen.

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          Hannes Marb sitzt vor einem bunten Haufen kleiner Tierfiguren aus Plastik. Gorilla, Kuh, Löwe, Krokodil und allerlei anderes liegt als Miniaturausgabe auf dem Tisch. „Das ist mein Arbeitsmaterial“, sagt Marb und lacht. Zwar passen die Figürchen, mit denen Kinder gerne Zoo spielen, auf den ersten Blick nicht so recht zu dem breitschultrigen Hünen mit der kräftigen Stimme. Aber ums Spielen geht es auch gar nicht. „Ich arbeite mit den Bildern, die diese Figuren vermitteln.“

          Marb, Rektor an einer Gesamtschule in Darmstadt und dort für die Fächer Sport und katholische Religion zuständig, kümmert sich ehrenamtlich um „regel- und wertverletzende Kinder und Jugendliche“. Diese „Troublemaker“ wie er die mehrheitlich männlichen Schüler auch bezeichnet, fallen im Unterricht und auf dem Pausenhof immer wieder negativ auf. Um ihnen zu zeigen, dass Stress und Gewalt weder heldenhaft sind noch zu etwas führen, bietet Marb seit zwei Jahren ein Programm an. „Suat“ nennt er es, kurz für: soziales und aggressionshemmendes Training. Dafür hat er kürzlich den mit 1000 Euro dotierten Präventionspreis der Stadt Darmstadt erhalten.

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