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Landespflegekammer warnt : In Hessen droht mehr Gewalt in der Pflege

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Überlebenswichtig: Wer im Pflegedienst arbeitet, übernimmt eine große Verantwortung. Bild: dpa

Wer in der Pflege tätig ist, sollte in der Regel ausreichend dafür qualifiziert sein. Doch in Hessen könnte eine Entscheidung des Landtages Menschenleben gefährden.

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          Die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz hat vor einem Anstieg der Gewalt in der Pflege in Hessen gewarnt. Hintergrund sei die Entscheidung des hessischen Landtags, die Mindestveroraussetzungen für die Altenpflegerausbildung zu senken, teilte die Landespflegekammer am Dienstag in Mainz mit.

          „Es ist äußerst bedenklich, wenn der Einstieg in die Altenpflege ohne ausreichende Mindestqualifikation erfolgen kann“, sagte Hans-Josef Börsch, Vorstandsmitglied der Landespflegekammer. Die Anforderungen an den Beruf seien „hochkomplex und anspruchsvoll“. Das Risiko für Gewalt gegen andere Pflegende und Pflegebedürftige steige, wenn Berufsanfänger zum Beispiel kein hohes Maß an Selbstreflexion mitbrächten.

          Der hessische Landtag öffnete Mitte Juni die Altenpflegeausbildung auch für Menschen ohne Schulabschluss. Damit sollten unter anderem junge Flüchtlinge mit Bleibeperspektive eine Chance bekommen, den Beruf des Altenpflegehelfers zu ergreifen.

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