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Gewalt gegen Kinder : Die große Angst vor der Dunkelziffer

Wer sieht die Gewalt? Erst wenn Schulen und Kitas wieder voll geöffnet sind, wird das Ausmaß von Kinderschutzfällen offenbar werden. Bild: dpa

Die Statistik zeigt: Seit Beginn der Pandemie ist die Zahl der Inobhutnahmen in Frankfurt gesunken – einen krassen Anstieg der Kinderschutzfälle gibt es nicht. Kann das stimmen?

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          Die nackten Zahlen wirken ganz beruhigend: In Frankfurt sind die neu begonnenen Gefährdungseinschätzungen des Jugendamtes im Jahr 2020 nur um zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Bei den Inobhutnahmen meldet die Behörde sogar ein Minus von 16 Prozent. Den städtischen Daten zufolge sind die Kennziffern, die Kindeswohlgefährdung abbilden, in der Pandemie nicht stark angestiegen oder sogar gesunken. Aber sind Vernachlässigung oder Gewalt, die Lehrer, Nachbarn oder Erzieher feststellen und melden, tatsächlich zurückgegangen?

          Theresa Weiß
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Zu Beginn der Pandemie befürchteten viele Sozialarbeiter und Mitarbeiter der Jugendhilfe einen starken Anstieg von Gewalt gegen Kinder, weil wegen der allgemeinen Beschränkungen die Menschen in den Familien nun enger aufeinandersitzen, weniger Rückzugsmöglichkeiten haben und deutlich gestresster sind. Sie erwarteten mehr häusliche Gewalt, sprich Ohrfeigen, Rumgeschubse oder Schlimmeres wie sexualisierte Gewalt und harte Prügel.

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