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Laut Sicherheitskreisen : Gescheiterte Abschiebung kostet Steuerzahler 25.000 Euro

  • Aktualisiert am

Der Flughafen in der afghanischen Hauptstadt Kabul (Symbolbild) Bild: AFP

Am Mittwoch wurde bekannt, dass die Abschiebung eines mehrfach vorbestraften Afghanen gescheitert ist. Nun gibt es erste Schätzungen zu den Kosten seiner Rückholung – per Business-Jet.

          Eine teure Entscheidung: Die afghanischen Behörden haben beschlossen, einen abgeschobenen Straftäter aus Hessen wieder zurück nach Deutschland zu schicken, direkt nach seiner Landung in Kabul. Wie das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ berichtete, habe die Begleitung des Mehrfachstraftäters am Dienstag die deutschen Steuerzahler etwa 25.000 Euro gekostet. Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die Abschiebung des 23 Jahre alten Mannes gescheitert war.

          Dem „Spiegel“ zufolge flogen Begleitpolizisten mit dem Mann zunächst von Kabul nach Tiflis in Georgien. Dort hätten sie übernachten wollen, auch um die vorgeschriebenen Ruhezeiten einzuhalten. Am Flughafen in Tiflis habe man den Mann aber nicht aussteigen lassen wollen. Deshalb mussten laut „Spiegel“ mehrere Beamte und ein Arzt mit ihm an Bord bleiben – bis zum Eintreffen eines kurzfristig gecharterten Businessjets aus Deutschland. Das Flugzeug brachte den Afghanen demnach umgehend nach München. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen hätte allein dies etwa 25.000 Euro gekostet, berichtete der „Spiegel“.

          Zweifel an der Staatsangehörigkeit

          Die Behörden vor Ort hätten trotz gültiger Ausweisdokumente Zweifel an der Staatsangehörigkeit angemeldet, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Donnerstag in Berlin. Deshalb sei der Mann wieder mit dem Flugzeug zurück nach Deutschland geschickt worden. Der 23 Jahre alte Mann hatte laut „Spiegel“ einen abgelaufenen afghanischen Pass. Die afghanische Vertretung in Deutschland hätte ihm deshalb ein Passersatzpapier ausgestellt. Die deutschen Behörden konnten die Ablehnung vorerst nicht erklären, berichtete das Nachrichtenmagazin weiter.

          Schon am Donnerstag hatte das afghanische Flüchtlingsministerium zudem medizinische Gründe als Begründung für die gescheiterte Abschiebung angeführt. Der 23 Jahre alte Mann leide an einer psychischen Erkrankung und sei im Einklang mit einem entsprechenden Abkommen beider Staaten zurückgebracht worden, sagte ein Sprecher des Ministeriums.

          Dass nach Afghanistan abgeschobene Landsleute aus Deutschland aus gesundheitlichen Gründen nicht einreisen lässt, ist bislang selten. „Meines Wissens ist das der zweite Fall seit Beginn der Sammelabschiebungen nach Afghanistan“, sagt Timmo Scherenberg, Geschäftsführer des Hessischen Flüchtlingsrats.

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