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200.000 Euro für ein Leben : Geschäftsmann soll Mordanschlag in Auftrag gegeben haben

  • Aktualisiert am

Mordanschlag gegen einen Frankfurter Anwalt: Der Tatverdächtige ist ein Geschäftsmann aus Hamburg. Bild: dpa

Ein fehlgeschlagener Mordanschlag gegen einen Anwalt beschäftigt die Staatsanwaltschaft Frankfurt. Auftraggeber soll ein Geschäftsmann aus Hamburg sein.

          Nach einem fehlgeschlagenen Mordanschlag hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt Anklage gegen einen 49 Jahre alten Mann aus Hamburg erhoben. Dem Angeschuldigten werde versuchte Beteiligung an einem Mord aus Habgier sowie Anstiftung zur gefährlichen Körperverletzung zur Last gelegt, teilte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen am Freitag mit. Im Februar 2010 war einem Rechtsanwalt nach dem Verlassen seiner Wohnung in Frankfurt-Harheim ins Bein geschossen worden. Die Verletzungen waren nicht lebensgefährlich.

          Auftraggeber der Tat war laut Anklage der Hamburger Geschäftsmann. Er soll einem Bekannten 200.000 Euro für die Tötung des Rechtsanwaltes versprochen haben. Hintergrund war ein in Hamburg anhängiger Zivilprozess, in dem der Frankfurter Anwalt als Vertreter der Gegenseite offenbar einen Arrestbefehl gegen den Diplom-Kaufmann erwirkt hatte, wie Niesen erläuterte. Durch den Tod des Juristen habe sich der Geschäftsmann erhofft, aus dem Arrest herauszukommen.

          Der Bekannte des Mannes soll den Auftrag an zwei bis heute unbekannte Männer weitergegeben und diesen jeweils 50.000 Euro gezahlt haben. Der Angeschuldigte bestreitet laut Niesen die Vorwürfe. Verhandlungstermine stehen noch nicht fest.

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