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„Seniorentankstelle“ : Geschäftsmann versorgt ältere Menschen kostenlos mit Wasser

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Gefährliche Temperaturen: Besonders Senioren leiden unter der großen Hitze. Bild: dpa

Auch Hessen wurde von der Hitzewelle erfasst. Besonders ältere Menschen leiden unter den Temperaturen. Nun bietet ein Geschäftsinhaber in Wiesbaden Senioren etwas kostenlose Kühlung an.

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          Mit einer „Seniorentankstelle“ bietet der Wiesbadener Geschäftsmann Frank-Ivo Lube älteren Menschen ein kostenloses Glas Wasser in seinem klimatisierten Laden an. Ein großes Schild an der Eingangstür lädt dazu ein und warnt gleichzeitig: „Dehydration gefährdet Ihr Leben und Ihre Gesundheit“. „Ich bin wegen meiner 78 Jahre alten Mutter auf diese Idee gekommen - einer notorischen Nicht-Trinkerin“, berichtete Lube am Donnerstag. Das Schild habe er vor rund zwei Wochen das erste Mal angebracht. Rund zehn Menschen am Tag nähmen das Angebot an, meist am Nachmittag.

          „Darunter erst kürzlich eine nette Vierergruppe Damen, die sich wegen der Hitze von ihrer Reisegruppe abgesetzt hatte“, erzählte Lube, der auch beruflich viel mit älteren Menschen zu tun hat. Er hofft, dass weitere Ladenbesitzer seinem Beispiel folgen und hat dazu das „Tankstellenschild“ zum kostenlosen Download im Internet eingestellt.

          Hitzewarnsystem

          Das 2004 eingeführte Hessische Hitzewarnsystem soll vor allem alte und behinderte Menschen vor Schäden durch große Hitze schützen. Nach Angaben des Sozialministeriums in Wiesbaden besteht es aus zwei Stufen: Stufe 1 warnt vor einer „starken Wärmebelastung“ und wird bei einer gefühlten Temperatur von über 32 Grad erreicht. Eine „extreme Wärmebelastung“ (Warnstufe 2) liegt vor, wenn die gefühlte Temperatur 38 Grad übersteigt oder die Warnstufe 1 an vier aufeinander folgenden Tagen ausgerufen wird.

          Die Warnungen werden vom Deutschen Wetterdienst (DWD) täglich für sämtliche Landkreise ausgegeben. In ihnen wird auf die zu erwartende oder bestehende Wärmebelastung hingewiesen. Außerdem gibt der DWD die Zahl der Tage an, seit wann die Warnung bereits besteht. Seit 2017 findet sich der Hinweis „Die Hitze wird alte und pflegebedürftige Menschen extrem belasten“, sobald die gefühlte Temperatur 36 Grad übersteigt. Die amtlichen Warnungen werden als E-Mail verschickt und sind per Internet oder App öffentlich abrufbar.

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