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Gerichtsbeschluss : Keller voller Müll - aber keine fristlose Kündigung

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Auch ein von Sperrmüll überquellender Keller rechtfertigt noch nicht die fristlose Kündigung eines Mietverhältnisses Bild: Nedden, Kai

Ein mit Müll vollgestopfter Keller ist den meisten Menschen ein Graus. Doch rechtfertigt dies noch keine fristlose Kündigung der Wohnung durch den Vermieter, wie das Amtsgericht Frankfurt meint.

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          Auch ein von Sperrmüll überquellender Keller rechtfertigt noch nicht die fristlose Kündigung eines Mietverhältnisses. Das geht aus einem am Mittwoch bekanntgewordenen Urteil des Amtsgerichts Frankfurt hervor.

          Der Vermieter einer Hinterhauswohnung hatte es seiner Mieterin übelgenommen, dass sie ihren Keller zu einem Möbellager umfunktioniert hatte. Neben Tischen und Schränken, verschiedenen Kartons und mehreren Stühlen stand auch noch eine alte Waschmaschine in dem Bretterverschlag. Er begründete die fristlose Kündigung auch mit Ungeziefer- und Rattengefahr.

          Nach Auffassung des Gerichts ist es jedoch grundsätzlich allein die Entscheidung des Mieters, welche Gegenstände er wie in seinem Keller lagert. Die Grenze sei erst dann überschritten, „wenn Schäden an der Mietsache drohen“, heißt es in der Entscheidung. Auch dem Hinweis auf drohenden Rattenbefall konnte das Gerichts wenig abgewinnen: „Ratten, Mäuse und Ungeziefer werden nicht von unaufgeräumten Kellern angezogen, sondern durch unsachgemäße Lagerung von Lebensmitteln.“

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