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Eilantrag abgelehnt : Gericht bestätigt Verbot von Demo gegen Corona-Maßnahmen in Kassel

  • Aktualisiert am

Teilnehmer der „Querdenker“-Demonstration in Kassel im März Bild: AFP

Das Verwaltungsgericht Kassel hat den Eilantrag des Anmelders einer Demo gegen die Corona-Maßnahmen abgelehnt. Sowohl die Organisatoren als auch die Teilnehmer der Veranstaltung gehören der „Querdenker“-Bewegung an.

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          Eine geplante Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Kassel bleibt untersagt. Das Verwaltungsgericht der nordhessischen Stadt lehnte am Mittwoch den Eilantrag des Anmelders gegen das Verbot der für diesen Samstag (19. Juni) geplanten Versammlung „Mittsommer in Kassel – Bewahren – Versöhnen – Schöpfen“ ab, wie das Gericht mitteilte.

          Aus Sicht der Kammer hat die Stadt eine „hinreichend tragfähige und konkrete Gefahrenprognose“ getroffen und dabei zurecht angeführt, dass sowohl der Antragsteller als auch die Teilnehmer der sogenannten „Querdenker“-Bewegung angehörten, hieß es. Dabei habe sich die Stadt auch auf eine umfangreiche Gefährdungslagenbewertung des Polizeipräsidiums Nordhessen gestützt sowie auf Erfahrungen mit vergleichbaren, teils verbotenen Veranstaltungen am 20. März „sowie individuelle Erfahrungen von Auflagenverstößen mit dem Antragsteller bei vorangegangenen Demonstrationen“, hieß es.

          Weiterhin hohe Gesundheitsgefährdung

          Am 20. März war es bei einer Großdemonstration in Kassel mit rund 20.000 Teilnehmern zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Danach hagelte es Kritik an der Polizei, der unter anderem vorgeworfen wurde, bei Verstößen gegen die Corona-Regeln zu zurückhaltend gewesen zu sein.

          Das Verwaltungsgericht erklärte am Mittwoch, angesichts des Rückgangs der Corona-Infektionszahlen wäre ein Versammlungsverbot allein unter Hinweis auf diese Zahlen zwar nicht gerechtfertigt. Dennoch gehe das Robert Koch-Institut weiterhin von einer hohen Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung aus und auch der Bundestag schätze die Situation weiterhin als problematisch ein.

          Weder die Organisatoren der Demonstration noch die Teilnehmer böten „Gewähr dafür, dass entsprechende Auflagen, welche der Verringerung des Infektionsrisikos dienten, tatsächlich umgesetzt und eingehalten würden“. So sei nicht sichergestellt, dass Mindestabstände eingehalten würden. Weil die Auflösung der Versammlung daher absehbar wäre, dürfe die Versammlungsbehörde diese auch präventiv verbieten, befand das Gericht. Gegen den Beschluss sei Beschwerde an den Hessischen Verwaltungsgerichtshof möglich.

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