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Neues Investitionsprogramm : Städtebund: Flüchtlinge auf dem Land ansiedeln

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Mit dem Ausbau der Bus- und Bahnverbindungen oder der Kinderbetreuung würden kleine Gemeinden für Zuwanderer attraktiver: Karl-Christian Schelzke von hessischen Städte- und Gemeindebund Bild: Privat

Der Städte- und Gemeindebund möchte Städte angesichts der hohen Zahl der Flüchtlinge entlasten und lenkt den Blick auf die Dörfer. Das nötige Geld könnte aus einem neuen Investitionsprogramm für Kommunen kommen.

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          Das Geld aus dem neuen Investitionsprogramm für Kommunen könnte nach Überlegungen des hessischen Städte- und Gemeindebundes dazu genutzt werden, mehr Flüchtlinge in ländlichen Regionen unterzubringen. Etwa mit dem Ausbau der Bus- und Bahnverbindungen oder der Kinderbetreuung würden auch kleine Gemeinden für Zuwanderer attraktiver, sagte der Geschäftsführende Direktor, Karl-Christian Schelzke, auf dpa-Anfrage.

          Damit könnten die Ballungsräume entlastet und mögliche soziale Spannungen vermieden werden. Schelzke nannte das Investitionsprogramm „einen Schritt in die richtige Richtung“, wünschte sich aber mehr langfristige Unterstützung.

          „Auch in Dörfern ist es lebenswert“

          Schelzke bekräftigte damit seinen Vorstoß vom Oktober, Flüchtlinge vermehrt in Dörfern unterzubringen. „Das muss den Menschen schmackhaft gemacht werden. Auch in Dörfern ist es lebenswert - nicht nur in Ballungsräumen“, hatte er seinerzeit gesagt.

          Die hessischen Kommunen können künftig mit zusätzlich rund einer Milliarde Euro erschwingliche Wohnungen bauen oder ihre Straßen, Schulen und Krankenhäuser sanieren. Der Landtag in Wiesbaden hatte am Dienstag ein Förderprogramm verabschiedet, in das Geld von Bund und Land fließt. Die Hilfen des Landes sind als langfristige Darlehen angelegt. Hier sei noch unklar, unter welchen Konditionen das Geld zurückgezahlt werden muss, sagte Schelzke.

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