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Gelnhausen : Aussprache wegen Provinz-Posse um Kraulverbot

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Die Provinz-Posse um ein Kraulverbot im Hallenbad von Gelnhausen soll bald ein Ende finden. „Ich halte nichts davon, das Verbot aufrecht zu halten“, sagte Bürgermeister Thorsten Stolz (SPD).

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          Die Provinz-Posse um ein Kraulverbot im Hallenbad von Gelnhausen soll bald ein Ende finden. „Ich halte nichts davon, das Verbot aufrecht zu halten“, sagte Bürgermeister Thorsten Stolz (SPD) am Mittwoch. Am kommenden Dienstag trifft sich der Vorstand des Hallenbad-Zweckverbandes zur Aussprache. „Bei uns soll die 75-jährige Oma ihre Bahnen ziehen können, aber auch der Triathlet ordentlich trainieren können“, sagte er. Sein Vorschlag: Feste Zeiten für Breiten- und für Leistungssportler. Zudem sollten Bahnen für Schnell- und Langsamschwimmer abgegrenzt werden, sagte Stolz.

          Eine neue Badeordnung hatte hohe Wellen geschlagen. In dem 25-Meter-Becken darf nicht jeder schwimmen wie er will: „Das Schwimmen in der Stilart Kraul-, Delfin- und Rückenkraulschwimmen während des öffentlichen Badebetriebs ist nur bei freigegebenen Bahnen erlaubt.“ Spötter sprachen vom einzigen Brust-Schwimmbad der Welt. Hintergrund der Regeln: Normale Schwimmer sollten vor den Leistungssportlern geschützt werden, so Betriebsleiter Volkmar Beer.

          Bürgermeister Stolz aber glaubt, dass womöglich Konflikte zwischen den Schwimmern durch die eisernen Vorschriften nicht gelöst werden: „Da werden eher Badegäste vergrault. Die Ansprache des Personals wird von vielen Badegästen auch als rau und ruppig empfunden“, sagte er.

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