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Geisterfabrik in Obertshausen : Der Letzte bei Ymos

  • -Aktualisiert am

Menschenleer: Heute ist das Gelände eine Geisterfabrik. Bild: Michael Braunschädel

Mehr als 5500 Menschen waren einmal bei dem Automobilzulieferer Ymos in Obertshausen beschäftigt. Gerald Klein ist der letzte Mitarbeiter. Noch immer dreht er auf dem Gelände seine Runden.

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          Der Fahrstuhl funktioniert noch, doch seine Tage sind gezählt. Wenn Gerald Klein die oberen Etagen des siebengeschossigen Hochhauses aufsuchen muss, leistet der betagte Lift gute Dienste. Das markante Gebäude an der Feldstraße in Obertshausen zieht die Blicke auf sich: In Dachhöhe erinnern vier große gelbe Buchstaben daran, dass sich hier einst die Verwaltung der Ymos AG befand. Ebenso wie das Gebäude haben auch die Buchstaben im Laufe der Jahre an Glanz verloren.

          In Kleins Büro im fünften Stock stammen Schreibtisch, Empfangstheke und Schränke noch aus den Siebzigerjahren des vorigen Jahrhunderts, als die Sekretärinnen des Ymos-Vorstands dort ihrer Arbeit nachgingen. Auch in den Vorstandsbüros nebenan hat sich Mobiliar aus jener Zeit erhalten. Bis auf Kleins Büro und eine kleine Lagerfläche im Erdgeschoss, die vermietet ist, steht das Haus heute leer.

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