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Hat wissenschaftlich belegt eine schnell erkennbare Stimme: die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel Bild: AFP

Experiment von Sprachforschern : Gehirn erkennt Merkels Stimme in 150 Millisekunden

Angela Merkels Stimme ist markant. So markant, dass das Gehirn sie identifiziert, bevor es dem Hörer bewusst wird. Das trifft nicht nur für der Ex-Kanzlerin zu, wie ein Versuch der Uni Marburg zeigt.

          1 Min.

          Wenn Angela Merkel spricht, braucht das Gehirn nur 150 Millisekunden, um ihre Stimme zu erkennen – während dem Hörer zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst ist, dass er Worte der früheren Kanzlerin vernimmt. Dies hat ein Experiment an der Uni Marburg ergeben.

          Sascha Zoske
          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Wissenschaftler spielten 21 Testpersonen Sprachaufzeichnungen Merkels sowie zweier unbekannter Sprecherinnen vor, deren Alter in etwa dem der Politikerin entsprach. Dabei wurden die Hirnwellen der Probanden mit einem Elektroenzephalographen aufgezeichnet. So lassen sich Reaktionen des Gehirns messen, bevor sie den Versuchspersonen bewusst werden.

          Die EEG-Signale beim Anhören von Merkels Worten ließen sich eindeutig von jenen unterscheiden, die beim Abspielen von Aufnahmen der unbekannten Sprecherinnen auftraten. Die Forscher gehen davon aus, dass es sich nicht um einen merkelspezifischen Effekt handelt, sondern dass die Stimmen sehr prominenter Sprecher generell ein unbewusstes Signal im Gehirn hervorrufen.

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