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Kommentar : Gegen schlechten Rat, für Straßenkinder

Kümmern sich in Frankfurt um Kinder aus schwierigen Verhältnissen: Daniel Schröder und Julia Hildebrandt von der Arche Bild: Wolfgang Eilmes

In der Ukraine gibt es Zehntausende Straßenkinder. „Our Kids“ in Kiew kümmert sich um solche Kinder - in Frankfurt hilft die Arche Mädchen und Jungen aus schwierigen Verhältnissen. Beide Initiativen will „F.A.Z.-Leser helfen“ unterstützen.

          Stellen Sie sich vor, Ihr Kind gerät an Leute, die ihm einreden, eine Lehre sei doch nur etwas „für Loser“. Mit Crack zu dealen, das sei cool und bringe richtig Kohle! Gibt es nicht? Nicht hier bei uns? Gibt es sehr wohl, wie die Leute von der „Arche“ leider wissen.

          Die „Arche“ betreibt seit langem ein Jugendzentrum in Frankfurt-Griesheim, im Frühjahr 2011 kam ein zweiter Standort in der Nordweststadt dazu. Kinder aus schwierigen Verhältnissen bekommen dort ein Mittagessen, Hausaufgabenhilfe und ein Freizeitprogramm, das sie auch davor bewahren soll, in schlechte Gesellschaft zu geraten.

          Seit 2002 keine Straßenkinder mehr – offiziell

          Das Angebot richtet sich an Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren und ist für sie unentgeltlich. Mit Hilfe unserer Leser soll ein Anschlussprojekt aufgebaut werden, das Jugendlichen, die aus dem genannten Alter herauswachsen, bei Bewerbungen und bei der Schul- oder Berufswahl hilft – wiederum mit dem Ziel, sie nicht in die Hände schlechter Ratgeber geraten zu lassen.

          Können Sie sich vorstellen, dass ein Kind in der Kanalisation, in einer Bauruine oder unter Fernwärmerohren aufwächst? In der Ukraine gibt es seit 2002 keine Straßenkinder mehr – offiziell. Tatsächlich geht ihre Zahl in die Zehntausende. Sie sind Waisen, Opfer zerbrochener Familien, seit Beginn der Kämpfe im Osten des Landes auch Kinder, deren Leben und deren Familien der Krieg aus der Bahn geworfen hat.

          Die von einem deutschen Verein getragene Initiative „Our Kids“ hat in der Hauptstadt Kiew für diese Kinder ein ganz besonderes Heim gebaut. Während staatliche Kinderheime in Osteuropa Kasernen der schlimmsten Art gleichen, betreuen bei „Our Kids“ zumeist ältere Ehepaare jeweils sechs Kinder, die in einer Wohngruppe zusammenleben und tagsüber ganz normale Schulen in ihrem Stadtviertel besuchen.

          Die Hilfe wirklich brauchen

          Ganz normal war bisher freilich so gut wie nichts im Leben dieser Kinder. Was sie an Schrecklichem durchgemacht haben, beschreiben wir in den nächsten Wochen in einer Serie von Beiträgen – so, wie wir auch die Arbeit der „Arche“ in der Frankfurter Nordweststadt vorstellen.

          Wenn Sie die Aktion „F.A.Z.-Leser helfen“ unterstützen möchten, sind wir für Ihre Spende auf eines der beiden Konten dankbar, die Sie unten abgedruckt sehen. Auf zweierlei können Sie sich verlassen: Ihr Geld kommt Kindern und Jugendlichen zugute, die Ihre Hilfe wirklich brauchen, davon haben wir uns überzeugt. Und von jedem gespendeten Euro kommen einhundert Cent bei den beiden Projekten an. Die Frankfurter Sparkasse und die Frankfurter Volksbank führen die beiden Spendenkonten unentgeltlich. Alles andere übernehmen wir, das Spendenaufkommen wird nicht durch den Abzug von Verwaltungsaufwendungen geschmälert. Herzlichen Dank für Ihre Hilfe!

          Hier können Sie spenden

          Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und die Frankfurter Allgemeine / Rhein-Main-Zeitung bitten um Spenden für die Begleitung und Unterstützung von Jugendlichen durch die Arche Frankfurt und zugunsten eines Kinderheims in der Ukraine, das vernachlässigte, wohnungslose und missbrauchte Kinder aufnimmt.

          Spenden für das Projekt „F.A.Z.- Leser helfen“ bitte auf die Konten:

          - Nummer 11 57 11 bei der Frankfurter Volksbank (BLZ 501 900 00)

          IBAN: DE94 5019 0000 0000 1157 11 - Nummer 97 80 00 bei der Frankfurter Sparkasse (BLZ 500 502 01)

          IBAN: DE43 5005 0201 0000 9780 00

          Die Namen der Spender werden in der Zeitung veröffentlicht. Selbstverständlich wird auch der Wunsch respektiert, auf eine Namensnennung zu verzichten. Spenden können steuerlich abgesetzt werden. Sofern die vollständige Adresse angegeben ist, kann eine Spendenquittung zugeschickt werden.

          Weitere Informationen zur Spendenaktion im Internet unter der Adresse www.faz-leser-helfen.de.

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