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Gegen längeres Nachtflugverbot : Fraport: Endlich Entlastung bei Fluglärm anerkennen

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Auch wenn Bürger demonstrieren: Es sei endlich an der Zeit, die deutliche Entlastung der Region durch das Nachtflugverbot anzuerkennen, meint Fraport Bild: dapd

Es sei endlich an der Zeit, die deutliche Entlastung der Region durch das Nachtflugverbot anzuerkennen, meint der Flughafenbetreiber Fraport. Einem ausgedehnten Nachtflugverbot erteilt er eine Absage.

          In ungewohnt deutlicher Form hat sich die Fraport AG mit der Kritik am Flugbetrieb in Frankfurt auseinandergesetzt. Es sei endlich an der Zeit, die deutliche Entlastung der Region durch das Nachtflugverbot anzuerkennen, heißt es in einer Pressemitteilung, und es müsse auch dem Argument entgegengetreten werden, dieses Nachtflugverbot werde ausgehöhlt. Unsachlich sei es schließlich, wenn behauptet werde, die Region werde seit der Inbetriebnahme der neuen Landebahn verlärmt: „Die Anzahl der Flugbewegungen liegt unter Vorjahresniveau - die Flugbewegungen verteilen sich nun aber auf vier Start- und Landebahnen anstatt wie bisher auf drei Pisten. Natürlich gibt es dann auch entlastete Gebiete.“

          In der Stellungnahme heißt es weiter, der Ausbau des Flughafens sei kein Selbstzweck gewesen. Er trage dem gestiegenen Mobilitätsbedürfnis Rechnung.

          Absage an längeres Nachtflugverbot

          „Heute ist die Situation für die Anwohner besser als vor einem Jahr - vor Inbetriebnahme der Landebahn Nordwest gab es in den verkehrsstarken Sommermonaten über 60 nächtliche Flugbewegungen zwischen 23 und 5 Uhr, heute hingegen finden in derselben Zeit keine geplanten Flugbewegungen statt. Auch in den Tagesrandstunden von 5 bis 6 Uhr sowie von 22 bis 23 Uhr gibt es mittlerweile eine Deckelung auf kumuliert 133 geplante Flugbewegungen pro Tag, während zuvor in dieser Zeit nahezu ohne Beschränkungen der Flugbewegungen geflogen werden durfte.“

          Die Fraport AG erteilte zugleich Forderungen nach einer Ausdehnung des Nachtflugverbots auf die Randstunden abermals eine Absage. Ohne die Flüge vor 23 und nach 5 Uhr könne der Flughafen die Verbindungen in alle Welt nicht aufrechterhalten. Früh landeten die Maschinen aus Nordamerika und Asien, spätabends starteten die Flugzeuge nach Fernost, Südamerika und Afrika. Weitere Einschränkungen hätten zur Folge, dass zahlreiche weitere Starts und Landungen gestrichen würden und damit Frankfurt als Drehkreuz an Bedeutung verlieren würde.

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