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Für Mindestlohn hinter Gittern : Gefangene in Butzbach beginnen Hungerstreik

  • -Aktualisiert am

Hier wird auch produziert: Blick in die Butzbacher Haftanstalt Bild: Niklas Grapatin

Sie verlangen einen Mindestlohn für arbeitende Insassen von Gefängnissen und die Abschaffung der Arbeitspflicht. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, verweigert eine Anzahl von Häftlingen in Butzbach nun die Nahrung.

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          Gefangene in der Vollzugsanstalt Butzbach sind nach Angaben des Vereins „Gefangenengewerkschaft/Bundesweite Organisation“ in den Hungerstreik getreten. Sie fordern unter anderem die Einführung des Mindestlohns, die Abschaffung der Arbeitspflicht und gewerkschaftliche Organisierung hinter Gittern.

          Laut der rechtspolitischen Referentin der Landtagsfraktion Die Linke, Kim Abraham, sagte ihr der Häftling Jürgen Rößner, der als Sprecher der „Gefangenengewerkschaft“ in Butzbach fungiert, dass 200 Personen in den Streik getreten seien. Das wäre etwa jeder zweite Gefangene. Ein Sprecher des hessischen Justizministeriums wollte die Zahl gestern nicht kommentieren.

          Für Samstag ruft die sogenannte Gefangenengewerkschaft, die nach eigenen Angaben 850 Mitglieder in deutschen Haftanstalten hat, davon 50 in Butzbach, zu einer Kundgebung vor dem Gefängnis auf.

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