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Mit Depressionen im Lockdown : Gefangen in der Gedankenspirale

In der Tagesstätte des Sozialwerks Main Taunus trifft Lisa-Maria Horn auf Menschen, die mit ähnlichen Problemen kämpfen. Bild: Finn Winkler

Die Corona-Pandemie belastet das Leben von allen. Für psychisch kranke, depressive Menschen kann die Situation aber unerträglich werden.

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          Wenn die Gedanken zu schwer werden, wenn die dunklen Gefühle überhandnehmen, dann geht Lisa-Maria Horn in den Zoo. Oder in den Palmengarten. Zumindest tat sie das früher. Vor Corona. Es erleichterte sie, sich die Tiere in den Gehegen anzuschauen oder die Kakteen und Palmen in den Gewächshäusern. Der Zoo hat seit Monaten geschlossen und der Palmengarten auch. So wie in der Pandemie vieles wegfällt, was für Abwechslung und Lebensfreude sorgt. Auch seelisch gesunde Menschen leiden darunter. Wer jedoch ohnehin schwermütig oder auf andere Art psychisch belastet ist, den kann der Lockdown vor einen Abgrund stellen.

          Matthias Trautsch

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Den Ursprung ihrer Depression sieht die 29 Jahre alte Frankfurterin in der Kindheit. Ihre Eltern hätten ihr das Gefühl gegeben, nichts wert zu sein. Immer wieder hätten sie gesagt: „Du kannst das nicht.“ Selbst wenn sie gelacht habe, sei sie ausgeschimpft worden. Wenn Lisa-Maria Horn erzählt, dann tut sie das in eindrucksvollen Worten und auf eine reflektierte Art, aber ihre Stimme klingt, als würde sie von einem Gewicht niedergedrückt. Immer wieder kommt sie ins Stocken und entschuldigt sich, dass sie etwas nicht gut ausdrücken könne – obwohl dazu überhaupt kein Anlass besteht.

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