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Gefahren für Forstwirtschaft : Rote Nadeln kündigen den Tod der Kiefer an

Ein Fall für die Säge: Heiße Sommer und Pilzbefall schädigen Kiefern bei Hanau-Großauheim. Bild: Rainer Wohlfahrt

Der Klimawandel fordert die Forstwirtschaft heraus. Besonders Buchen und Fichten sind gefährdet. Forstamtsleiter Christian Schaefer betreut 14.000 Hektar Waldgebiet in Hessen und beschreibt das Ausmaß der Schäden.

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          Am Abend des 18. August tobte ein gewaltiger Sturm. Er zog vom Kreis Offenbach über die bayerische Landesgrenze und weiter in den Main-Kinzig-Kreis. In Kahl und Alzenau, den beiden bayerischen Nachbarstädten von Hanau, wurden in wenigen Minuten große Waldbestände zerstört. Als der Sturm den Freigerichter Wald erreichte, hatte er sich schon etwas ausgetobt, doch immerhin wurden auch dort, im Zuständigkeitsgebiet des Forstamts Wolfgang von Hessenforst, noch 2000 Festmeter Holz vernichtet, vor allem Buchen, Fichten und Kiefern.

          Luise Glaser-Lotz

          Korrespondentin der Rhein-Main-Zeitung für den Main-Kinzig-Kreis.

          So gewaltig das Unwetter auch war – für Forstamtsleiter Christian Schaefer ist es nicht entstanden, weil es Klimawandel gibt. Kurze, verheerende Sommerstürme seien ein bekanntes Wetterphänomen. Anders als in früheren Zeiten stünden heutzutage aber mehr ältere Bäume auf kleineren Flächen, deshalb seien die Schäden größer als vor einigen Jahren. Wenn ein solches Unwetter wüte, sei es egal, ob die Bäume gesund oder angeschlagen seien, sie seien auf jeden Fall der Vernichtung preisgegeben. Für die Waldbesitzer stellten die Stürme ein zusätzliches Problem dar, denn sie hätten schon mit den Hitzeschäden aus den vergangenen beiden Sommern zu kämpfen; die wiederum seien eindeutig die Folge des sich ändernden Klimas.

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