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Gedenktafel in Kassel enthüllt : Platz nach Opfer der Neonazi-Mordserie benannt

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Rote Nelken liegen auf der Gedenktafel in Kassel, die an den von Neonazis ermoderten Internetcafé-Betreiber erinnert Bild: dapd

Die Stadt Kassel ehrt ein Opfer der NSU-Mordserie mit einem Mahnmal. „Kassel setzt heute mit der Einweihung des Platzes und der Enthüllung des Gedenksteins ein deutlich sichtbares Zeichen“, meint Rathauschef Hilger.

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          Eine Inschrift erinnert in Kassel seit Montag an die Mordopfer der rechtsextremistischen Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). In der nordhessischen Stadt war 2006 der türkischstämmige Halit Yozgat in seinem Internetcafé erschossen worden. Deshalb wurde nun auch ein Platz nach ihm benannt.

          „Kassel setzt heute mit der Einweihung des Platzes und der Enthüllung des Gedenksteins ein deutlich sichtbares Zeichen. Wir werden uns dieses Mordes immer erinnern“, sagte Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD).

          Die Inschrift wurde mit den anderen sechs Städten mit Tatorten der NSU-Mordserie abgestimmt. Auch in Nürnberg, München, Hamburg, Rostock und Heilbronn soll dieser Text verewigt werden, in Dortmund ist dies bereits geschehen. Am Kasseler Halitplatz - in unmittelbarer Nähe zum Tatort in der Holländischen Straße - wurde der Gedenkstein mit der Inschrift nun aufgestellt.

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