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Kassel : Gedenkstein für NSU-Opfer Yozgat geschändet

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Beschmutzt: Zwei Arbeiter säubern den mit einer bitumenartigen Flüssigkeit übergossenen Gedenkstein für Halit Yozgat in Kassel Bild: dpa

Am Sonntag gedachten zahlreiche Menschen des von der Terrorzelle NSU ermordeten Kasselers Halit Yozgat. In der darauf folgenden Nacht wurde der ihm zu Ehren aufgestellte Gedenkstein mit einer zähen Flüssigkeit übergossen.

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          Unbekannte haben in Kassel den Gedenkstein für die Opfer der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) mit Farbe beschmiert. In der Nacht zum Montag - wenige Stunden nach der Gedenkfeier zum achten Todestag des Kasseler NSU-Opfers Halit Yozgat - sei der Stein am Halitplatz mit einer bitumenartigen Substanz übergossen worden, teilte die Polizei am Montag mit. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagte ein Sprecher. Im März 2013 war der Stein schon einmal beschmiert worden.

          Kassel hatte am Sonntag der Ermordung Yozgats durch mutmaßliche Terroristen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) gedacht. Insgesamt waren rund 400 Menschen gekommen. Der Mord an dem damals 21 Jahre alten Yozgat am 6. April 2006 in seinem Internetcafé in Kassel war der letzte von insgesamt neun tödlichen NSU-Attentaten auf Geschäftsleute, die aus der Türkei und Griechenland stammten.

          Insgesamt werden dem NSU von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos zehn Morde und zwei Sprengstoffanschläge zur Last gelegt. Beate Zschäpe, die derzeit in München vor Gericht steht, ist als Mittäterin an allen Anschlägen angeklagt.

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