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Gauck auf Hessen-Reise : Mit Live-Schaltung nach Baikonur

  • -Aktualisiert am

Live-Schaltung: Bundespräsident Joachim Gauck spricht vom Satellitenkontrollzentrum in Darmstadt aus mit dem deutschen Astronauten Alexander Gerst. Bild: Röth, Frank

Der Bundespräsident Joachim Gauck war auf Hessen-Reise. Als erstes besuchte er das Kontrollzentrum der Weltraumorganisation Esa in Darmstadt. Danach ging es nach Frankfurt und Wiesbaden.

          Bundespräsident Joachim Gauck hat während seiner Hessen-Reise als erste Station das Satellitenkontrollzentrum der Europäischen Weltraumorganisation Esa in Darmstadt besucht. Dort wurden er und die ihn begleitenden 140 Botschafter aus aller Welt von Esa-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain und dem Leiter des Kontrollzentrums, Thomas Reiter, über aktuelle Raumfahrtprojekte informiert. Danach ging die Fahrt weiter nach Frankfurt und zum Museum Wiesbaden, wo Gauck und seine Gäste die Ausstellung „Horizont Jawlensky“ besuchten, bevor der Abend in Kloster Eberbach bei einem Empfang durch Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) ausklang. „Deutschland ist mehr als seine Hauptstadt“, sagte Gauck in der Ansprache vor dem Diplomatischen Korps. Die Reise durch Hessen solle die Botschafter das Bundesland, das mit dem Weltraumkontrollzentrum Esoc

          Gauck beeindruckt von Gersts Mission

          etwas Besonderes zu bieten habe, vertrauter und bekannter machen. „Esoc ist ein lebendiges Beispiel, warum wir Europa brauchen.“ Dort werde beispielhaft Spitzenforschung in Kooperation zahlreicher Staaten betrieben. Mit Blick auf die Europawahl sagte der Bundespräsident, man habe den Eindruck gewinnen können, als überfordere die Wahl manche Bürger. In der Weltraumforschung zeige sich hingegen, dass „wir gewinnen, wenn wir kooperieren“. Was auf diesem Gebiet geleistet werde, könne ein einzelner Staat nicht schaffen. Zum Höhepunkt des Besuchs in Darmstadt gehörte eine Live-Schaltung zum deutschen Esa-

          Astronauten Alexander Gerst am Weltraumbahnhof Baikonur. Dort soll der 38 Jahre Geophysiker morgen an der Seite eines amerikanischen und russischen Kollegen zur Internationalen Raumstation ISS starten. „Wir sind ganz stolz darauf, dass wir Sie haben, stolzer als im Moment auf unsere Fußball-Nationalmannschaft“, sagte Gauck, der auf die Frage, ob Gerst sehr aufgeregt sei, die Antwort erhielt: „Nein, ich bin sehr entspannt, weil der Start näherkommt und daher immer weniger dazwischenkommen kann“. Besonders beeindruckt hat Gauck, wie der Astronaut seine Mission versteht: „Ich möchte gerne zeigen, dass unsere Erde zerbrechlich ist, eine einzigartige Steinkugel, auf die wir aufpassen müssen.“ Er hoffe, sagte Gauck, dass diese Botschaft in den Kopf und die Herzen vieler Menschen ankomme.

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