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Nach Unfällen auf A3 : Gaffer behindern Rettungskräfte

  • Aktualisiert am

Rettungsgasse: Nicht immer kommen die Einsatzkräfte auf Autobahnen schnellstmöglich zum Unfallort. Bild: dpa

Am Wochenende ist es schon wieder passiert: Gaffer behindern nach Unfällen Rettungskräfte auf der A3, manche von ihnen filmen. Seit Mai gilt das als Straftat - geändert haben soll sich nichts.

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          Gaffer haben Rettungskräfte bei mehreren Unfällen auf der Autobahn 3 in Hessen und Bayern behindert - obwohl das seit Mai strafbar ist. Nach einem Unfall an einer Baustelle der A3 bei Limburg am Samstag mit mindestens zwei Verletzten kamen die Rettungsfahrzeuge laut Feuerwehr nur unter erschwerten Bedingungen zum Unfallort, weil zunächst keine Rettungsgasse gebildet wurde.

          „Das ist innerhalb von zwei, drei Tagen der nächste Unfall, bei dem Autofahrer aussteigen“, sagte der Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Limburg, Holger Goebel, am Sonntag auf Nachfrage. Mehrere Lkw-Fahrer hätten den Unfall gefilmt. Ein Verkehrsteilnehmer sei eine Polizistin angegangen und habe einen Platzverweis erhalten.

          Auffahrunfall bei Limburg

          Auf der A3 zwischen den Autobahnkreuzen Nürnberg und Altdorf verwarnte die Polizei 20 Gaffer und bat sie zur Kasse. Seit Ende Mai gilt es als Straftat, bei Unglücksfällen vorsätzlich Einsatzkräfte zu behindern, die Hilfe leisten oder leisten wollen. Bisher drohen Autofahrern 20 Euro Strafe, wenn sie nach einem Unfall die Notgasse für Rettungskräfte blockieren. Der Feuerwehrsprecher aus Limburg sagte: „Das hat nicht abgenommen mit der neuen Gesetzgebung.“

          Nach dem Busunglück auf der A9 in Nordbayern, bei dem 18 Menschen starben, sollen die Bußgelder für blockierte Rettungsgassen nun angehoben werden: Das Bundesverkehrsministerium plant Strafen zwischen 200 und 320 Euro.

          In der Baustelle bei Limburg Richtung Frankfurt waren am Samstag drei Autos aufeinander gefahren. Eine 25 Jahre alte Fahrerin aus den Niederlanden habe bremsen müssen, ein 27 Jahre alter Fahrer aus Rumänien sei mit seinem Fahrzeug auf ihr Auto aufgefahren, dahinter konnte ein 30 Jahre alter Fahrer aus Deutschland nicht mehr rechtzeitig bremsen. Der Beifahrer der Autofahrerin kam leicht verletzt in ein Krankenhaus. Auch ein 46 Jahre alter Motorradfahrer aus den Niederlanden wurde leicht verletzt, als er gegen ein Auto prallte. Die Polizei schätzte den Schaden auf rund 20 000 Euro.

          Punkt in Flensburg

          Hessens Gesundheitsminister Stefan Grüttner (CDU) will an diesem Montag gemeinsam mit dem ADAC und dem Deutschen Roten Kreuz über Probleme beim Bilden von Rettungsgassen informieren.

          In Bayern hatten Gaffer die Unfallstelle mit ihren Handys gefilmt und Fotos gemacht. Daraufhin mussten sie je 60 Euro zahlen, wie die Polizei mitteilte. Zuvor hatten mehrere Medien über den Fall berichtet. Da die Gaffer am Freitagmorgen ihr Handy am Steuer nutzten, bekamen sie zusätzlich einen Punkt in Flensburg. Bei dem Unfall auf der A3 zwischen den Autobahnkreuzen Nürnberg und Altdorf war ein Wohnmobil auf einen Lastwagen aufgefahren. Dabei wurde ein Mensch leicht verletzt.

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