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Fußball-Hallenturnier : Frankfurter Freundeskreis

Der etwas andere Neujahrsempfang: Fußball in der Frankfurter Ballsporthalle. Bild: Bergmann, Wonge

Magath, Funkel, van Lent: Das Hallenturnier in der Ballsporthalle führt Eintracht-Größen von einst in ihr früheres Revier. Organisator Trinklein nutzt mit Erfolg alte Kontakte.

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          Wie gut, dass es Freunde gibt. Sonst würde Felix Magath an diesem Freitag nicht nach Frankfurt kommen, um mit dem VfL Wolfsburg am sportlichen Neujahrsempfang der besonderen Art teilzunehmen. Doch es stimmt: Seit seinem Wirken bei der Eintracht (Dezember 1999 bis Januar 2001) pflegt der einstige Meistercoach der Niedersachsen ein freundschaftliches Verhältnis zu Gert Trinklein. Trinklein, einer der großen Eintracht-Kicker in der Ära Jürgen Grabowski und Bernd Hölzenbein, hat sich seit vielen Jahren schon einen Namen als verlässlicher Veranstalter des Frankfurter Hallenfußballturniers gemacht. Dass dieses zum 34. Mal stattfindet, ist auch das Verdienst langjähriger Bindungen. „Persönliche Kontakte spielen schon eine Rolle“, sagte Trinklein am Dienstag. Ein Anruf hier, ein Anruf dort - und das Teilnehmerfeld nimmt Kontur an. So auch diesmal.

          Nicht nur Magath, auch Friedhelm Funkel zögerte keine Sekunde und gab seine Zusage, mit der Alemannia am Freitag von 17.45 Uhr an um den Turniersieg in der Ballsporthalle zu spielen. Funkel, von Juni 2004 bis Juni 2009 die treibende Aufstiegskraft bei der Eintracht, ist ein ausgewiesener Freund des kurzweiligen Hallenspektakels, für das Macher Trinklein wieder ausverkaufte Ränge erwartet. „Mit all meinen Mannschaften habe ich immer die Gelegenheit wahrgenommen, in der Halle anzutreten“, sagte der Alemannia-Coach. „Die Organisatoren haben ein erstklassiges Teilnehmerfeld zusammengestellt.“ Was tatsächlich stimmt, denn mit der TSG Hoffenheim geht neben dem VfL Wolfsburg ein zweites Bundesligateam an den Start. Komplettiert wird das Sechserfeld von der Frankfurter Eintracht, dem FSV Frankfurt sowie den Offenbacher Kickers.

          Der zweite Auftritt binnen 24 Stunden

          Wie in den Vorjahren auch gilt der Fokus der Fans besonders dem Hallenklassiker zwischen der Eintracht und dem OFC. Bei der „Auslosung“ der beiden Gruppen hat Veranstalter Trinklein abermals viel Fingerspitzengefühl bewiesen und die beiden Nachbarn zusammengeführt. Die Eintracht gegen die Kickers: „Das Derby ist doch das Salz in der Suppe“, sagte Trinklein. Um 19.33 Uhr wird es als fünftes von sechs Vorrundenspielen angepfiffen. Die Rollenverteilung? Glaubt man Arie van Lent, dann gehen die drittklassigen Kickers vom Bieberer Berg mit großen Ambitionen das Abenteuer Hessen Cup an. „Wir haben in den letzten Jahren immer eine gute Rolle gespielt“, sagte der Coach des OFC. „Auch diesmal wollen wir daran anknüpfen und ins Finale einziehen. Wir trauen uns das zu - trotz der starken Konkurrenz.“ Finale Glücksgefühle wollen alle sechs Klubs auskosten. Dabei ist es gar nicht so einfach, sich unter dem Frankfurter Dach durchzusetzen. Weiß beispielsweise Felix Magath. Der Mainfranke ist zum dritten Mal mit einer von ihm betreuten Mannschaft dabei. Als bestes Ergebnis steht bislang Platz vier zu Buche, den er 2009 mit seinem alten und neuen Verein VfL Wolfsburg erreichte. Damals unterlagen Magaths Profis im kleinen Finale der Eintracht 3:5.

          Stichwort Eintracht: Kein Verein war bei der Traditionsveranstaltung bisher erfolgreicher. Acht mal siegten die fast ausnahmslos erstklassigen Fußballprofis, und Trinklein ist sicher, „dass das vorübergehende Abtauchen in die Zweitklassigkeit in diesem Jahr beendet wird“. Anders als im Freien, wo der derzeitige Tabellendritte aussichtsreich im Rennen um die angestrebte Klassenversetzung liegt, hat die Mannschaft in der Halle einiges gutzumachen. Im Vorjahr schied das damals von Assistenztrainer Eddy Boekamp betreute Team schon nach der Vorrunde aus - als Tabellenletzter hinter der Spielvereinigung Greuther Fürth und dem VfL Bochum. Übrigens: Der VfL triumphierte 2011 und holte sich den Cup - mit Funkel, der nun die Geschicke der Aachener Alemannia leitet.

          Für die Eintracht ist die Teilnahme am eigenen Hallenturnier der zweite Auftritt binnen 24 Stunden. Am Donnerstag wird ein Teil des spielenden Personals beim Hallenkick in Mannheim sein - angeleitet von Assistenztrainer Reiner Geyer. Cheftrainer Armin Veh beschränkt sich einen Tag später auf das Coaching in Frankfurt.

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