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FSV Frankfurt : Stadt stundet 200.000 Euro

Geplagt von finanziellen Sorgen: der FSV Frankfurt. Bild: dpa

Mit einer Stundung will die Stadt dem FSV eine Fortführungsperspektive geben. Es laufen weitere Verhandlungen über ein neues Finanzierungsmodell für das Stadion am Bornheimer Hang.

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          Das Sportdezernat und der FSV Frankfurt arbeiten nach Vereinsangaben an einem Finanzierungsmodell, wonach der Fußball-Viertligist für die Nutzung des städtischen Stadions am Bornheimer Hang weniger zahlen muss. „Wir müssen dauerhaft zu einer Lösung kommen, in der wir strukturell weniger abführen müssen“, sagt der Vizepräsident des FSV, Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler. Anders schaffe die Fußball-GmbH des Klubs keine „schwarze Null“.

          Tobias Rösmann

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der FSV betreibt das Stadion und ist verpflichtet, sich an der Refinanzierung des 30 Millionen Euro teuren Umbaus zwischen 2007 und 2013 zu beteiligen. Jedoch plagen den Klub Sorgen. Zum einen ist er nach längerer Zweitliga-Zugehörigkeit in der vierten Liga gelandet – ohne Aussicht auf Wiederaufstieg. Zum anderen ist der wichtigste Untermieter, der Footballklub Frankfurt Universe, seit einiger Zeit insolvent und kann die vereinbarte Miete nicht entrichten. Dadurch ist auch das Finanzkonstrukt des FSV in Gefahr geraten. Hinzu kommt, dass Sponsoren für die Namensrechte am Stadion und an den Trikots weniger zahlten als angenommen.

          Fortführungsperspektive geben

          Die Stadt stundet dem FSV deshalb für diese und die vergangene Saison einen „niedrigen sechsstelligen Betrag“, wie es aus dem Sportdezernat heißt. Ziel der Stundung sei es, „dem Verein eine Fortführungsperspektive zu geben“, teilt eine Sprecherin mit.

          Dem Vernehmen nach soll es um 200.000 Euro gehen, die die GmbH bisher nicht an die Kommune überweisen musste. Der Betrag soll in etwa dem entsprechen, was Universe dem FSV bislang an Untermiete schuldig geblieben ist. Die Stadt hat kein Interesse an einem Niedergang des FSV. Denn dann stünde die Anlage leer und würde auch nicht mehr vom Verein gepflegt.

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