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FSV Frankfurt : Der FSV schafft die Überraschung in Fürth

  • -Aktualisiert am

Torjäger Vincenzo Grifo traf bei der Partie gleich drei Mal. Das freut auch Mario Engels. Bild: dpa

Mit einem knackigen 5:2 gewinnt der FSV Frankfurt gegen den Aufstiegskandidaten Greuther Fürth. Allein Grifo schoss drei Tore. Das Team schöpft neue Hoffnung.

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          Der FSV Frankfurt schöpft in der zweiten Fußball-Bundesliga wieder Hoffnung - durch seine Auswärtsstärke. Das 5:2 am Freitagabend bei Greuther Fürth machte die Bornheimer zur viertstärksten Auswärtsmannschaft. Gleichzeitig brachten sie dem Aufstiegsanwärter mit ihrer Torflut im sechsten Spiel die erste Heimniederlage bei, es war also ein Überraschungserfolg der Hessen. Sie kletterten durch die Treffer von dreimal Vincenzo Grifo (15., 33. und 88. Minute/Foulelfmeter), Tom Beugelsdijk (21.) und Zlatko Dedic (59.) vom letzten Tabellenplatz auf den 13. Rang. Mit ihrer Willensstärke und Durchsetzungsfähigkeit hatten sich die Frankfurter, die die sich ihnen bietenden Räume geschickt nutzten, ihren dritten Sieg in der Fremde verdient. Dem Favoriten, der davor in den Heimspielen lediglich drei Gegentore kassiert hatte, gestatteten sie nur die Treffer von zweimal Goran Sukalo (10. und 30. Minute). Aufgrund einer Notbremse an Grifo bekam Sukalo in der 87. Minute die Rote Karte.

          „Wir haben heute Mut gezeigt. Das ist das, was wir brauchen“, sagte Benno Möhlmann. Beim erstaunlichen FSV-Erfolg überraschte der Trainer mit personellen Neuerungen. So ersetzte Dedic Torjäger Edmond Kapllani in der Sturmspitze. Und Innenverteidiger Joan Oumari spielte diesmal im Mittelfeld. Zum ersten Mal in die Anfangsformation befördert wurde auch Mario Engels auf der rechten Außenbahn. Der Einundzwanzigjährige holte den Freistoß heraus, den dann das Schlitzohr Grifo nach einer Viertelstunde auf direktem Weg unten rechts in das Fürther Tor schoss. Der Offensivspieler egalisierte damit das Fürther Führungstor (10.) durch Sukalo.

          Zehn- Euro-Schein für Grifo

          Nachdem der unglücklich aussehende FSV-Torhüter Patric Klandt einen Schuss von Tom Weilandt nicht hatte festhalten können, war Sukalo im richtigen Moment zur Stelle. Wie elf Minuten später der Frankfurter Innenverteidiger Tom Beugelsdijk: Der Holländer verwertete eine Flanke von Engels zum 2:1, es war sein erster Treffer für die Bornheimer. Einer aber war erfolgreicher als Beugelsdijk: Der Fürther Sukalo, der mit seinem Tor zum 2:2 (30.) abermals seine Abstauberqualitäten bewies. Diesmal hatte Klandt einen Kopfball von Niko Gießelmann nur unzureichend abwehren können. Dem Ausgleich ging zum dritten Mal in dieser Begegnung eine Standardsituation voraus. Zum zweifachen Torschützen wurde wenig später auch Grifo dank seiner Schusskunst: Per Volleyschuss aus großer Distanz erzielte die Hoffenheimer Leihgabe in der 33. Minute das 3:2. Der Fürther Trainer Frank Kramer sagte: „Das war ein heilloses Durcheinander bei uns. Es hat hinten und vorne nicht gepasst.“

          4:2 durch Dedic nach 59 Minuten - die Torlaune des FSV hielt an. Rechtsverteidiger Alexander Huber hatte den Ball erobert und den Torschützen dann mustergültig aus dem Mittelfeld heraus bedient. Den Schlusspunkt setzte Grifo per Elfmeter zum 5:2 (88.). Dem Torjäger hatte Torwarttrainer Norbert Lorz nach dessen erstem Treffer einen Zehn- Euro-Schein entgegengestreckt. Grifo, der nun insgesamt auf fünf Tore kommt, sagte: „Für jedes Freistoßtor von mir gibt es einen Zehner.“

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