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FSV Frankfurt : Ein Spiel, das die Richtung anzeigt

  • -Aktualisiert am

Den Gegner im Blick und trotzdem konzentriert aufs Spiel: Zafer Yelen. Bild: Wonge Bergmann

Der FSV Frankfurt empfängt den Aufsteiger Regensburg und will seinen Platz im Mittelfeld behaupten.

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          Wenn die Fußballmannschaft des FSV Frankfurt Druck empfindet, war er am Freitag nicht zu spüren. Als sich die Zweitliga-Spieler am Ende des Trainings dehnten und streckten, wurde gescherzt und gelacht. Linksverteidiger Nils Teixeira und Mittelfeldspieler Yutae Yun lieferten sich zum Spaß eine kleine Boxeinlage. Es herrschte Entspannung statt Anspannung. Nichts deutete darauf hin, dass die Bornheimer am Sonntag (13.30 Uhr) im Heimspiel gegen Jahn Regensburg am Scheideweg stehen. „Es ist ein Spiel, das die Richtung aufzeigt“, sagte Uwe Stöver, der Geschäftsführer Sport. Mit einem Erfolg würde der FSV nach vier sieglosen Spielen und nur einem Punktgewinn seinen Platz im Mittelfeld behaupten. Anders die Lage im Fall eines abermaligen Rückschlags: Dann könnten die Abstiegsränge bedrohlich nahe rücken.

          Von einem Schicksalsspiel will Stöver aber nicht reden. „Das wäre so, wenn wir nach 33 Spieltagen die Begegnung gewinnen müssten, um in der Liga zu bleiben.“ Einiges spricht für eine Trendumkehr bei den Frankfurtern. 2012 sind sie im eigenen Stadion noch ungeschlagen. Außerdem ist der Gegner ein Aufsteiger, von dem sein Trainer Oscar Corrochano sagt: „Wir sind immer Außenseiter.“ Gerade das könnte das Team aus der Oberpfalz, das den 1. FC Köln am zurückliegenden Spieltag am Rand der Niederlage hatte, aber gefährlich machen.

          „Er hat immer noch Schmerzen“

          Und die Sorgen beim FSV sind auch nicht ohne. Spielmacher Zafer Yelen droht länger auszufallen, weil die sogenannte Hochton-Therapie an seinem lädierten Sprunggelenk nicht angeschlagen hat. „Er hat immer noch Schmerzen“, berichtete Trainer Benno Möhlmann. Deswegen begab sich der offensive Mittelfeldspieler am Freitag zu einem Fußspezialisten der BG Unfallklinik. Yelen möchte eine Operation vermeiden. Doch Stöver sagt: „Wenn eine Sache vorliegt, die nur operiert werden kann, wäre Zafer schlecht beraten, es nicht zu tun.“ Mit einem Fragezeichen versehen ist zudem der Einsatz von Edmond Kapllani. Die Frau des Bornheimer Toptorjägers erwartet ihr zweites Kind. Bei der Geburt möchte der Angreifer dabei sein. Möhlmann musste am Freitag im Training nicht laut werden. Was die geleistete Arbeit in dieser Woche auf dem Platz angeht, stellte er seiner Mannschaft ein gutes Abschlusszeugnis aus. „Die Jungs waren sehr motiviert und konzentriert“, sagte er. „Daraus kann ich nur ableiten, dass sie gegen Regensburg ein gutes Spiel machen wollen.“ Das war allerdings vor dem 0:1 bei Union Berlin nicht anders, doch dann warf Marc Heitmeier mit seinem frühen Platzverweis die Planungen über den Haufen. Im Duell mit dem Liganeuling fehlt der Mittelfeldspieler nun. „Marc hatte sich selber herangekämpft“, sagt Möhlmann. „Man muss sehen, wie er jetzt mit der Situation umgeht. Bei uns ist es sowieso eng im Mittelfeld.“ Stöver ist sich jedoch sicher, dass der FSV-Trainer nicht nachtragend sein wird.

          Nur am Tag nach dem Spiel in Berlin machte Möhlmann im Training seinem Ärger Luft. Schließlich ließen die Ersatzspieler die erforderliche Konzentration vermissen. „Wenn wir uns verbessern wollen, müssen wir jede Einheit nutzen“, sagt auch Stöver. Von den Regensburgern erwartet Möhlmann, „dass sie mitspielen. Sie haben gute Offensivkräfte“. Einer davon, Francky Sembolo, aber konnte ihn einst in Fürth im Probetraining nicht überzeugen. „Er will es mir jetzt wahrscheinlich zeigen“, sagte der FSV-Trainer - und grinste. Auch seine Laune war zwei Tage vor dem richtungsweisenden Spiel gut.

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