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FSV Frankfurt : Ein Pfiff rettet den FSV

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Ein wenig Glück hatten Moise Bambara vom FSV und seine Team-Kollegen im Spiel gegen die Spieler des SC Paderborn 07 (hier: Diego Demme, rechts). Bild: Wonge Bergmann

Ein umstrittener Elfmeter führt zum 1:1 gegen Paderborn. Dafür brauchten die Frankfurter eine große Portion Glück.

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          Auch im elften Heimspiel in diesem Jahr ist der FSV Frankfurt in der zweiten Liga unbesiegt geblieben. Doch beim 1:1 gegen den SC Paderborn brauchten die Frankfurter eine große Portion Glück, um der ersten Heimniederlage zu entgehen. Erst in der dritten Minute der Nachspielzeit konnte Edmund Kapllani mit einem durchaus umstrittenen Handelfmeter den Ausgleich erzielen. Die Paderborner, die das Spiel fast durchweg beherrscht und in allen statistischen Werten deutlich vorne gelegen hatten, waren in der 70. Minute durch Philipp Hofmann in Führung gegangen. Frankfurts Trainer Benno Möhlmann redete nach dem Abpfiff auch nicht lange drumherum: „Wir können über diesem einen Punkt sehr, sehr froh sein“, sagte er, „Paderborn war uns taktisch und technisch deutlich überlegen.“

          Die jüngsten Misserfolge des FSV hatten Spuren hinterlassen. Nur 3185 Zuschauer waren zum Bornheimer Hang gekommen, Minuskulisse in dieser Spielzeit. Alle, die zu Hause geblieben waren, hatten wirklich nicht viel versäumt. Den Frankfurter Spielern steckten die beiden jüngsten Auswärtsniederlagen in Köln und Aalen sichtlich in den Knochen. Das Selbstvertrauen der ersten Begegnungen war wie weggeblasen. Die Folge war ein unattraktives Fußballspiel, und beim FSV reihte sich ein Fehlpass an den nächsten, auch Leidenschaft und Kombinationsspiel waren nicht zu sehen. In der schwachen Partie hatte Paderborn deutliche Vorteile. Vor allem, weil die Ostwestfalen wenigstens ab und zu einen Angriff bis vor das FSV- Tor brachten und damit die Langeweile unterbrachen. Christian Strohdiek verfehlte bei einem Kopfball in der 19. Minute das Ziel nur knapp. Und eine Minute darauf traf Tobias Kempe mit einem Weitschuss nur den Pfosten. Der FSV kam in der gesamten ersten Halbzeit nur ein einziges Mal gefährlich vor das Paderborner Tor. Kapitän Björn Schlicke hatte in der 3. Minute nach einer Ecke von Nils Texeira den Ball am Tor vorbeigeköpft.

          Der Unparteiische entschied auf Elfmeter

          Trainer Möhlmann versuchte in der zweiten Hälfte mit den Einwechslungen von John Verhoek und Mathew Leckie für Bambara Moise und Ju Tae Yun ein wenig mehr Offensivkraft ins Spiel zu bringen. Doch der Schuss ging nach hinten los. Sicher nicht überraschend, waren die Paderborner auch in der zweiten Hälfte die bessere, weil aktivere Mannschaft. Trainer Stephan Schmidt hatte sogar die „beste Auswärtsleistung in dieser Saison“ gesehen. Nach Vorarbeit von Alban Meha hatte Hofmann zwanzig Minuten vor dem Ende wenig Mühe, den Ball aus zehn Metern zur Führung ins Tor zu schießen.

          Auch danach deutete nicht viel darauf hin, dass der FSV an diesem Abend wirklich ein Tor schießen würde. In der Nachspielzeit kam den Bornheimern dann das Glück in Person von Schiedsrichter Benjamin Cortus zu Hilfe. Nach einem Abwehrversuch sprang dem Paderborner Daniel Brückner vom eigenen Fuß der Ball an den Arm - und der Unparteiische entschied auf Elfmeter. Das hätte er sicher nicht tun müssen, denn ein absichtliches Handspiel hatte nicht vorgelegen. Dem besten Frankfurter Torschützen Edmund Kapllani blieb von den anschließenden Protesten der Paderborner und der daraus resultierenden Spielunterbrechung allerdings vollkommen unbeeindruckt. Er schoss den Ball aus elf Metern sicher ins Tor, es war schon sein fünfter Saisontreffer. „Den Elfmeter kann man geben, aber man muss nicht“, sagte Kapllani später. Sehr enttäuscht war der Paderborner Trainer. „So ungerecht kann Fußball sein“, kommentierte Schmidt die letzte Szene und das Resultat. Widerspruch musste er nicht befürchten.

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