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FSV Frankfurt : Bornheimer Personal-Puzzle

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Zupackend: Patric Klandt zählt zu den besten Torhütern der zweiten Liga. Bild: dpa

Der FSV Frankfurt setzt seine Mannschaft neu zusammen. Torwart Klandt hat ein Vertragsangebot bis 2017 erhalten, auch Oumari und Ballmert bleiben. Kaffenberger und Schlicke gehen, nur Balitschs Entscheidung fehlt noch.

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          Jetzt weiß Patric Klandt, woran er ist. Der Torhüter soll beim FSV Frankfurt bleiben, das ist der Wunsch seines Arbeitgebers. Am Dienstag hat der Fußball-Zweitligaverein ihm einen neuen Zweijahresvertrag bis Juni 2017 angeboten. Am Verhandlungstisch saß auch dessen Berater Bernd Reisig, der – von Mallorca aus – ins Trainingslager der Hessen nach San Pedro del Pinatar in Südspanien geflogen war. „Wir haben Patric ein sehr gutes Angebot vorgelegt“, sagte der Bornheimer Sportchef Uwe Stöver. Dem Vernehmen nach soll das Monatsgehalt rund 20.000 Euro betragen. „Wir würden uns freuen, wenn er die Zukunft bei uns sieht.“

          Der 31 Jahre alte Klandt ist der dienstälteste FSV-Profi. Seit Anfang 2008 steht er in Frankfurt unter Vertrag. Mit ihm wirbt der Klub gerne als seiner Identifikationsfigur. Auch, weil der gebürtige Frankfurter in den vergangenen Jahren zum Kreis der Top-Torhüter der zweiten Liga gezählt hat. In dieser Saison ist er einer der besten Frankfurter Spieler.

          Klandt fühlt sich in Frankfurt wohl

          Zu den Aussichten, Klandt halten zu können, wollte Stöver keine Einschätzung abgeben. Nach der Rückkehr aus dem Trainingslager an diesem Mittwoch wird der FSV das Angebot schriftlich fixieren. Auch der ehemalige Bornheimer Geschäftsführer und Manager Reisig hielt sich bedeckt. Er sagte: „Wir werden es in Ruhe besprechen und dann überlegen, was wir als Nächstes machen.“ Wie begehrt Klandt, der wohl lieber einen Dreijahresvertrag haben würde, auf dem Spielermarkt ist, darüber erteilt Reisig „prinzipiell“ keine Auskunft. Schon während seiner Zeit als Vereinsvertreter habe er so etwas als „Säbelrasseln“ empfunden. „Und das hat Klandt nicht nötig.“

          Der Torwart fühlt sich in Frankfurt wohl. Hier hat er zwar keine Stammplatzgarantie. Aber das Vertrauen von Trainer Benno Möhlmann in ihn ist so groß, dass sich Klandt schon eine anhaltende Schwächeperiode leisten müsste, um seinen Status als Nummer eins an seinen Stellvertreter Sören Pirson zu verlieren. Nur wenn sich der Torhüter noch seinen Traum von der Bundesliga erfüllen will, müsste er diesen aufgrund seines Alters wohl im kommenden Sommer verwirklichen. Von Anfragen aus der höchsten Spielklasse ist aber nichts bekannt. Und ein Engagement im Ausland dürfte für den bodenständigen Torhüter mit ausschließlich deutschen Spielstationen (Eintracht Frankfurt, SV Wehen und Hansa Rostock) eher nicht in Frage kommen.

          Heimspiel am 8. Februar gegen Nürnberg

          Mit zwei Spielern, deren Verträge ausgelaufen wären, kann der FSV fest für die kommende Spielzeit planen: Joan Oumari und Markus Ballmert. Bei beiden zog der Klub die Option auf eine Vertragsverlängerung. Der Innenverteidiger Oumari spielte zuletzt im linken defensiven Mittelfeld. Und der 21 Jahre alte Ballmert hat sich als Eigengewächs so gut entwickelt, dass er in dieser Saison zu sporadischen Einsätzen gekommen ist. Auch mit Hanno Balitsch hätten die Frankfurter gerne früh eine Einigung über dessen Verbleib erzielt. „Wir können uns eine Verlängerung gut vorstellen“, sagte Stöver. Der 34 Jahre alte Routinier besitzt jedoch keine Eile. Vielmehr will der frühere Bundesligaprofi erst einmal die Entwicklung des Vereins im zweiten Saisonabschnitt abwarten.

          Momentan sind die Frankfurter, die am 8. Februar mit dem Heimspiel gegen Nürnberg in das Jahr 2015 starten, Tabellendreizehnter mit vier Punkten Vorsprung vor dem Relegationsrang 16. Odise Roshi muss sich gedulden, weil die Sportliche Leitung das so möchte. Bis heute hat der albanische Nationalspieler den Durchbruch in Frankfurt nicht geschafft. In dieser Saison hinderten ihn vor allem Verletzungen an seiner Weiterentwicklung. Das nächste „Perspektivgespräch“ mit dem Offensivspieler ist nun für Anfang April vorgesehen. Bei Innenverteidiger Björn Schlicke und Nachwuchsspieler Marcel Kaffenberger sind die Dinge geklärt: Beide werden den FSV im Sommer verlassen.

          Unterdessen haben der FSV und das Vermarktungsunternehmen „International Management Group“ (IMG) ihre Zusammenarbeit vorzeitig beendet und den Vertrag, so Finanzchef Clemens Krüger, „einvernehmlich aufgelöst“. Der Vertrag war ursprünglich bis 2016 datiert. „IMG hat neue Strukturen. Die Ausrichtung ist eine andere geworden“, sagt Krüger. Als Rückschlag wertet der FSV-Geschäftsführer die Trennung nicht, „weil wir dazu nicht gezwungen wurden“. Nach seinen Angaben sind die Bornheimer nun in Gesprächen „mit anderen Vermarktern“.

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