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„Sexuelle Sklaverei“ : Bloßes Zugeben von Missbrauch reicht nicht

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Sexueller Missbrauch von Nonnen: Eine frühere Ordensschwester kritisiert den Papst (Symbolbild). Bild: dpa

Ein neuer Skandal erschüttert die katholische Kirche. Nonnen sollen von Priestern und Bischöfen sexuell missbraucht worden sein. Eine ehemalige Ordensschwester fordert vom Papst Konsequenzen.

          Papst Franziskus muss nach seinem Eingeständnis von sexuellem Missbrauch von Nonnen in der katholischen Kirche nach Ansicht einer ehemaligen Ordensschwester seine Machtfülle nutzen. „Wenn das zugegeben wird, dann muss es Konsequenzen haben“, sagte die Wiesbadener Theologin und Autorin Doris Reisinger am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Rom. „Das bloße Zugeben, es gibt diese Fälle und es ist schlimm und wir haben ja schon etwas getan, ohne das zu konkretisieren, das fühlt sich als Betroffene an, als ob sich jemand über uns lustig machen wollen würde.“

          Der Papst hatte am Dienstag sexuellen Missbrauch von Nonnen durch Priester und Bischöfe in der katholischen Kirche eingeräumt. In einem Fall sei es bis zur „sexuellen Sklaverei“ durch Kleriker und den Gründer einer Gemeinschaft gekommen.

          Reisinger forderte unabhängige Studien, die das Problem weltweit in den Blick nehmen, sowie die Entschädigung und Unterstützung betroffener Frauen und die konsequente Bestrafung der Täter. Nach ihrem Austritt aus einer Ordensgemeinschaft 2011 hatte Reisinger sowohl in Deutschland als auch in Österreich Anzeige gegen einen Mitbruder erstattet, der sie 2008 mehrfach vergewaltigt haben soll. Der Geistliche ist dafür nicht strafrechtlich verurteilt worden. Ihre Erfahrungen schilderte sie in einem 2016 erschienenen Buch.

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