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Fritz-Bauer-Institut Frankfurt : Erinnerung wachhalten und Wissen vermitteln

Gerichtstag: Während des Auschwitz-Prozesses im Haus Gallus erfuhr Deutschland die Wahrheit über das Morden. Bild: Klaus-Jürgen Roessler / Keyston

Im Land der Täter ein Zentrum für Holocaustforschung: Vor 25 Jahren wurde diese Idee mit der Gründung des Fritz-Bauer-Instituts verwirklicht.

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          Das Fritz-Bauer-Institut sei „wichtiger denn je“: Das hat die hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Die Grünen) Anfang der Woche dieser vor 25 Jahren gegründeten Institution ins Stammbuch geschrieben. Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) bezeichnete das an der Goethe-Universität angesiedelte und nach dem früheren hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer benannte Institut nun kurz vor der Festveranstaltung morgen auf dem Campus Westend sogar als „unverzichtbar“. Tatsächlich ist die Forschungs- und Bildungseinrichtung, die den Holocaust und seine Wirkung bis in die Gegenwart untersucht, mittlerweile nicht mehr aus Frankfurt wegzudenken.

          Hans Riebsamen

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Denn 75 Jahre nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft befasst sich das Institut immer noch mit neuen oder zumindest wenig erforschten Aspekten des damaligen Menschheitsverbrechens. Zum Beispiel mit der Verfolgung der Sinti und Roma, die bis heute im Schatten der Judenverfolgung steht und der das Fritz-Bauer-Institut 2019 in seinem jährlichen Bulletin „Einsicht“ einen Schwerpunkt widmete. Auch seine pädagogische Arbeit hat in den vergangenen 25 Jahren Maßstäbe gesetzt.

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