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Aktion von „Fridays for Future“ : „Die-in“ vor den Bankentürmen

  • -Aktualisiert am

Auf und nieder: Nach dem Demonstrationszug legen sich die Schüler vor die Türme der Deutschen Bank. Bild: Michael Kretzer

Die Schülerbewegung „Fridays for Future“ reibt sich bei einer Demonstration sowohl an Kultusminister Alexander Lorz als auch am Geschäftsgebaren der Deutschen Bank.

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          Das Feindbild ist eindeutig: „Ich kann nichts, ich bin nichts, gebt mir einen Ministerposten!“, rufen die Demonstranten von „Fridays for Future“ in Frankfurt. Sie meinen Alexander Lorz (CDU), den hessischen Kultusminister. Etwa 200 Schüler, Erwachsene und Eltern gehen Freitagmittag wieder für den Klimaschutz auf die Straße. Doch bevor die Demonstration von der Bockenheimer Warte zu ihrem nächsten Ziel, die Deutsche Bank, zieht, teilt Asuka Kähler gegen Lorz aus: „Wir haben unser Ziel bei weitem noch nicht erreicht“, ruft Kähler, und die Menge jubelt. Damit reagiert der 15 Jahre alte Schüler auf eine Aussage Lorz’ in einem Interview mit der „Zeit“. Da sagte der Minister, dass die Schüler ihr Ziel erreicht hätten: „Der Klimaschutz hat auf der politischen Bedeutungsskala einen Riesensatz nach oben gemacht.“ Lorz meint, dass es nun darum gehen müsse, „das Engagement umzulenken in politisches Handeln“. Es reiche nicht, auf der Straße ein Transparent hoch zu halten, und alles komme in Bewegung. Die Schüler sollten in Initiativen und Parteien gehen, „wo die Entscheidungen getroffen werden“.

          Doch Kähler stören vor allem Bußgelder für Fehltage, mit denen Lorz gedroht haben soll: „Das ist ein Einschüchterungsversuch wie in autoritären Staaten“, sagt der Schüler. Lorz wolle sie mundtot machen. Der Kultusminister betont jedoch im „Zeit“-Interview, dass sein Maßnahmenkatalog auf eine Anfrage der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag zurückgehe. Die wollte wissen, „welche Möglichkeiten bestünden, um mit unentschuldigtem Fehlen umzugehen“, sagt Lorz. Als letztes Mittel umfassten diese auch Bußgelder.

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