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Kritik an Militäroffensive : Fridays for Future gegen Erdogan

Gegen Militäroffensive in Nordsyrien: Schüler-Bewegung kritisiert türkische und deutsche Regierung (Symbolbild). Bild: EPA

Im Fokus der Demonstrationen von Fridays for Future steht der Kampf um einen besseren Klimaschutz. Doch nun hat die Bewegung einen weiteren Protestgrund: Erdogans Militäroffensive gegen die Kurden.

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          Die für heute angekündigte Demonstration von Fridays for Future richtet sich gegen den Angriff türkischer Truppen auf kurdische Gebiete in Nordsyrien. „Wir können nicht zulassen, dass das faschistische Regime der Türkei weiterhin Menschen abschlachtet“, äußerte Asuka Kähler, ein Sprecher der Schülerbewegung. Eine Ortsgruppe von Fridays for Future in der syrischen Stadt Qamishli berichte von Bombardierungen und akuter Lebensgefahr.

          Matthias Trautsch

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Überdies führe die Invasion zu massiven Umweltschäden. Die Bundesregierung trage eine Mitschuld an dem Angriff, da viele der von der Türkei verwendeten Waffen aus Deutschland stammten. Zum Einsatz kämen auch Militärfahrzeuge aus dem Daimler-Konzern, was zeige, dass deutsche Automobilhersteller für ihre Profite nicht nur die Zerstörung des Klimas, sondern auch Kriege in Kauf nähmen.

          „Wir solidarisieren uns mit dem angegriffenen autonomen Gebiet Rojava, welches sich Ökologie auf die Fahnen geschrieben hat“, heißt es in einem Aufruf zu der Demonstration, die unter dem Motto „Fridays for Peace“ heute um 12 Uhr an der Bockenheimer Warte beginnen soll. Die Demokratische Föderation Nord- und Ostsyrien sei ein Beispiel „für eine nachhaltige und progressive Gesellschaft“, die Kampagne „Make Rojava Green Again“ zeige vorbildhaft, wie Klimaschutz international funktionieren könne.

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